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Ilsede Cybermobbing war Thema in der Realschule
Kreis Peine Ilsede Cybermobbing war Thema in der Realschule
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23:58 12.07.2012
Maik Schiller (r.) spielt ein Cybermobbing-Opfer. Quelle: sip

In der Mitte des Raums der Klasse 7a der Realschule Groß Ilsede sitzt Maik Schiller, um ihn herum Mitschüler, die ihm, mit den Worten „Sie haben Post“, Zettel zuschmeißen. Darauf: In knapper Chatform formulierte Beleidigungen, sozusagen Mobbing-Mails.

Am Donnerstag behandelte die Realschul-Klasse Cybermobbing. Der Begriff bezeichnet die Diffamierung, Belästigung, oder Nötigung anderer Menschen per Internet, in Chatrooms oder per Mobiltelefon. Zu Gast waren zwei Experten von der niedersächsischen Landesstelle Jugendschutz, die die Siebtklässler über die Gefahren des „World wide web“ aufklärten. Die Schüler schauten sich einen Film an, fertigten Plakate und setzten sich mit dem Thema hautnah, nämlich in Rollenspielen auseinander.

„Selbst habe ich Cybermobbing noch nicht erlebt“, sagt Kim-Lea Heinrich und spricht damit für viele Mitschüler. Im Spiel habe sich wohl jeder schonmal per Internet geneckt, sagt sie. Wie ernst es aber werden könne, sei ihnen nun bewusster, erklären die Schüler. Sollte man selbst mal unter Cybermobbing leiden oder das bei einem Mitschüler bemerken, ist es wichtig zu helfen, sagen Tom Stransky und Oliver Markwart. Die Internetseite kopieren, sie einem Lehrer zeigen oder eine Vertrauensperson zu Rate ziehen, sind richtige Strategien, erklären die Siebtklässler. „Vor allem aber sollte man dem Mobbing-Opfer beistehen“, sagen sie.

sip