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Christmetten-Stimmung im Januar

Ilsede Christmetten-Stimmung im Januar

Groß Ilsede. Verstärkt durch Sänger der Kirchenchöre Bülten und Ölsburg führte der Kirchenchor St. Bernward unter der Leitung von Wolfgang Motzka ein besonderes Konzert in Groß Ilsede auf.

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Weihnachtskonzert in der St.-Bernward-Kirche in Groß Ilsede: Üppige Besetzung, erhellende Interpretationen.

Weihnachtskonzerte gehören seit Jahrhunderten in die bis zum dritten Sonntag nach Weihnachten andauernde Weihnachtszeit und nicht, wie inzwischen üblich, in den Zeitraum davor. Der alten Tradition folgt der Chorleiter Motzka und präsentierte ein weihnachtliches Chor- und Solisten-Event, das die Zuhörer in der gut besuchten katholischen Kirche in eine Christmetten-Stimmung im Januar versetzte.

Das lag besonders an der gesanglichen Aufführung der beliebten Weihnachtsbotschaft nach Lukas. Zwischen die von Max Drischner vertonten Textteile bettete Motzkas Chor klassische Weihnachtslieder. Dafür hatten die Organisatoren die Pianistin Margarita Chopova, Max Rother am Violoncello, den Blockflötenkreis Ilsede und drei Gesangs-Solisten verpflichtet. In übersichtlichen Chor- und Solistenparts (Günter Werner, Bariton, Daniel Chopov, Bass) steuert die Botschaft des klassischen Evangelientextes über Steuerlisten, volle Herbergen und den leeren Stall zum finalen Weihnachtsjubel.

Das klangliche Resultat dieser soliden Mannschaftsleistung traf die Zuhörer, wo sie besonders empfindlich sind: dem „unbelächelten Heimweh der Seele nach den Ritualen der Weihnacht“, wie Diakon Wolfgang Miosga einleitend sagte.

Die Überraschung des Abends war allerdings die dem Opernensemble des „Theaters für Niedersachen“ angehörende und international ausgezeichnete Sopranistin Regine Sturm. Sie hatte sich zuvor bereits mit Mozarts „Laudamus te“ aus dessen C-Dur-Messe ebenso „stürmisch“ wie kerzenwarm-charmant und stets textverständlich in die Herzen gesungen. Das von Miosga propagierte „unbelächte Seelenheimweh“ hellte sie mit ihrer zauberhaften Interpretation von Regers „Wiegenlied“ zum glückseligen Strahlen auf und nach ihrem „Cantique de Noel“ von Adolphe Adam war es mit der Zurückhaltung des Publikums vorbei und ihr brauste der (in geistlichen Konzerten grundsätzlich unerwünschte) Zwischenapplaus entgegen.

Der Schlussapplaus dauerte Minuten - für ein Weihnachtskonzert, das die Lichterketten im Herzen noch einmal aufstrahlen ließ.

uj

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