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Ilsede Christian Herbst machte vor 60 Jahren Tanzmusik
Kreis Peine Ilsede Christian Herbst machte vor 60 Jahren Tanzmusik
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19:00 06.09.2018
Kapelle Ingo um 1958 (v.l.): Heinz Schmoll, Bandgründer Ingo Pasternack, Christian Herbst , Ehrenfried Grusendorf und Günter Fricke.  Quelle: Privat
Münstedt

„Die Frauen machten sich damals richtig schick, wenn sie tanzen gingen. Und ich glaube, im Publikum war kein Herr ohne Krawatte“, erinnert sich der heute 81-Jährige an diese Zeit zurück. Die anderen Musiker hatten ihm den Künstlernamen „Cindy Rockmenn“ verordnet. Für ihn sei das in Ordnung gewesen, auch wenn Cindy eigentlich ja ein Frauenname ist.

Von 1957 bis 1960 war er mit der Kapelle unterwegs – eine intensive Zeit. „Dann habe ich geheiratet und habe mich aus Zeitgründen zurückgezogen. Ich bin dann immer mal wieder eingesprungen, war aber nicht mehr regelmäßig dabei“, sagt Herbst.

1958 hat er „nebenbei“ eine Gesangsausbildung in Peine begonnen, irgendwann hörte ihn in einer der Maschsee-Gaststätten in Hannover ein Kammersänger – von der Stimmlage ein Bariton wie auch Herbst – der ihm anbot, seine Stimme auszubilden. „Die Gesangs-Stunde hat 12,50 D-Mark gekostet. Das war damals viel Geld“, blickt Herbst zurück.

Viele Auftritte in der Region

Auftritte hatte die Kapelle „Ingo“, die nach dem Gründer und Bandkopf Ingo Pasternack aus Hildesheim benannt war, unter anderem in Peine, Hildesheim, Vechelde, Salzgitter, Sievershausen, Hohenhameln, Hannover und in der Heide. Oft wurden sie für die Abschlussbälle der damaligen Tanzschule Gebhardt aus Hildesheim gebucht, die in den Sälen der Gaststätten im Umland Tanzkurse anbot, wie es in jener Zeit üblich war.

Regelmäßig spielten die jungen Männer im Bürger-Jäger-Heim in Peine. „Dort war sonntags von 15 bis 19 Uhr Tanztee. Dann hatten wir eine Stunde Pause, und von 20 Uhr bis Mitternacht wurde wiederum getanzt“, erinnert sich Herbst, der auch heute noch singt: Er ist Mitglied im Gesangverein Harmonie in seinem Heimatort Münstedt.

Aus dem Plattenvertrag wurde leider nichts

Gut bekannt war Herbst mit dem Schlagersänger Will Brandes, der ebenfalls in Münstedt zu Hause war. Dessen größte Erfolge waren die deutsche Adaption des italienischen Titels „Marina“ und der „Baby-Twist“.

„Ich hatte sogar einen Schallplattenvertrag mit Will Brandes. Allerdings ging die Plattenfirma pleite, bevor es zu Aufnahmen kam“, bedauert Herbst. Kontakte hatte er auch zu damals bekannten Musikern wie Lolita, Gus Backus und anderen.

Von Kerstin Wosnitza

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