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Ilsede Bülten ist ein Dorf, das vom Bergbau geprägt wurde
Kreis Peine Ilsede Bülten ist ein Dorf, das vom Bergbau geprägt wurde
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17:00 13.07.2018
Werner Bethmann (l.) und Heinz-Werner Pulina. Quelle: Antje Ehlers
Bülten

Noch heute zeugen eine ehemalige Lore und ein Förderrad im Bergbaupark an der Schützenstraße von der Geschichte, die die Entwicklung des Ortes maßgeblich mitbestimmt hat. Das einstige Schachtgelände befindet sich, von Handorf kommend, vor dem Dorf auf der linken Seite. Heute sind dort mehrere Firmen und ein Solarpark angesiedelt.

Das gegenüberbefindliche Bültener Holz, wie der Wald genannt wird, birgt ebenfalls Zeugnisse der Geschichte. Ein Gedenkstein verweist auf Hügelgräber der späten Bronzezeit, die um etwa 1000 vor Christi entstanden sind.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1318, vermutlich ist er aber älter. Die Kapelle aus dem 15. Jahrhundert im alten Ortskern weist noch auf die alten Zeiten hin. Heute dient sie als Veranstaltungsort, auf Wunsch können standesamtliche Trauungen stattfinden. „Sogar Landrat Franz Einhaus hat hier geheiratet“, erzählt Ortsbürgermeister Werner Bethmann (SPD) beim Ortsrundgang.

Gute Dorfgemeinschaft, verbesserungswürdige Infrastruktur

In Bülten lobt Bethmann vor allem die gute Dorfgemeinschaft. Neubürger würden gut aufgenommen, kann er beobachten. Allerdings sei die Infrastruktur nicht mehr so gut. In der Ortsmitte gibt es noch einen kleinen Laden mit einer Poststelle, eine Bäckerfiliale ist ebenfalls angesiedelt. Auch sind einige kleine Handwerksbetriebe im Ort verblieben. Die Grundschüler allerdings müssen seit einigen Jahren mit dem Bus nach Ölsburg fahren.

„Dafür haben wir Glück gehabt. Das alte Kindergartengebäude war in die Jahre gekommen, und wir konnten im ehemaligen Schulgebäude eine neue Kindertagesstätte einrichten und das Angebot um eine Krippe erweitern. Im hinteren Teil hat der Heimat- und Bergbauverein seine Räume, und auch die Sporthalle wird weiter genutzt, ebenso das Außengelände mit Spielplatz und Boule-Bahn“, berichtet Bethmann.

Erholung können die Bültener im Wald finden, aber auch am Fischteich am nördlichen Ortsrand. Er ist in Privatbesitz, aber ein idyllischer Rundweg führt um ihn herum und lädt zum Spazierengehen ein.

Weniger schön finden Bethmann und seine Mitbürger den Friedhof. Dieser sei kein schöner Ort mehr, um dort die letzte Ruhestätte zu finden. „Es fehlt die Struktur, an vielen Stellen besteht Optimierungsbedarf“, sagt Heinz-Werner Pulina, der als neuer Vorsitzender des Heimat- und Bergbauvereins den Spaziergang ebenfalls mit begleitet hat. Es gäbe allerdings Gespräche mit der Gemeinde, um nach und nach den Friedhof umzugestalten.

Von Antje Ehlers

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