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Britisches Lesevergnügen zwischen Thomas Hardy und Monty Python

PAZ-Lesetipp: „Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten“ von J.L. Carr Britisches Lesevergnügen zwischen Thomas Hardy und Monty Python

Zu einem gelungenen Urlaub gehört für viele Menschen ein gutes Buch. Bei der Auswahl der Lektüre möchte die PAZ ein wenig helfen, und so werden in enger Zusammenarbeit mit den Kreisbüchereien Lesetipps veröffentlicht. Die heutige Empfehlung „Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten“ von J.L. Carr kommt von Christina Fröhlich für die Kreisbücherei Ilsede.

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Christina Fröhlich mit dem Roman von J.L. Carr.

Quelle: privat

Gross Ilsede. Steeple Sinderby ist ein verschlafenes Dorf im ländlichen Yorkshire, umgeben von Feldern und noch mehr Feldern. Nichts wirklich Geschichtsträchtiges hat sich hier je zugetragen. Aber einmal ist dann doch etwas passiert. Das war, als die örtliche Fußballmannschaft, die Steeple Sinderby Wanderers, den FA Cup, den größten rundenbasierten Pokalwettbewerb im englischen Fußball, gewannen.

Wie es zu diesem bemerkenswerten Sieg des absoluten Underdogs kommen konnte, erzählt uns Mister Gidner, der ehrenamtliche Sekretär der Wanderers (außerdem Pressesprecher, Zeug- und Platzwart, Physiotherapeut und zuständig für Tickets und Einlass) in diesem wundervollen kleinen Roman, im Original übrigens bereits Mitte der Siebziger erschienen.

„Wie sollten wir das bloß schaffen? Konnten wir es überhaupt schaffen? Konnten wir tatsächlich einen Trupp aus Milchmännern, Bauern, dem Pfarrer und ein paar Minenarbeitern aus Cascob Main gegen große Profimannschaften antreten lassen, deren Spieler schwindelerregende Summen verdienten?“, fragt Gidner.

Dass sie konnten, verrät bereits der Titel. Auf dem Weg zum glorreichen Finale gegen die Glasgow Rangers schlagen die Wanderers so klangvolle Namen wie die Jungen Konservativen aus Hackthorn, Barchester City („Die Frommen“), Tampling Athletic oder Leeds United. Dabei wird ein Platzsturm verhindert, es kommt zum Einsatz von Schusswaffen durch Wildhüter, und Manchester Hooligans werden mit Hilfe eines eisernen Bettwärmers in die Flucht geschlagen.

Ganz nebenbei erfährt man von Gidner etwas über das weibliche Publikum bei Fußballspielen auf dem Dorf, den fehlenden Missionarsgedanken der Anglikanischen Kirche, Solidarität und Zusammenhalt und den Sinn des Lebens.

J.L. Carr: „Wie die Steeple Sinderby Wanderers den Pokal holten“, Dumont Verlag 2017, gebunden, 192 Seiten, ISBN: 978-3-832-19854-1, 20 Euro.

Von Kerstin Wosnitza

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