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Ilsede „Brass Battle“ in der Gebläsehalle begeisterte das Publikum
Kreis Peine Ilsede „Brass Battle“ in der Gebläsehalle begeisterte das Publikum
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16:53 12.09.2018
Die NDR Bigband trat im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage auf. Quelle: Archiv
Groß Ilsede

Beim „Brass Battle“ ging es nicht darum, in diesem „Blech-Wettkampf“ den Besseren zu ermitteln, wie es in den historischen Jazzband-Battles der Fall war. Dazu waren die beiden Klangkörper auch zu unterschiedlich. Die etwa 32 Blechbläser umfassende belgische Formation ist ein Laienensemble, in dem nur zwei Berufsmusiker mitwirken, wohingegen die NDR Bigband nur aus Berufsmusikern besteht. Außerdem wirkten bei der NDR Bigband noch andere Instrumente, wie Gitarre, Kontrabass und Klavier, mit.

Die belgische Band eröffnete das Konzert und zog gleich zu Beginn das Publikum in seinen Bann. Der Band gelang es, wunderbare Klangteppiche zu erzeugen, die von traumhaft zart („The Water is Wide“, Traditional) bis gewaltig („Finale“ von Fraternity) reichten. Das ging weit über das Niveau eines Laienensembles hinaus. Die Band konnte die Menschen mit ihrem hinreißenden Spiel verzaubern.

Leise, aber auch laute Töne

Andere Töne wurden bei dem gemeinsam von der Brass Band und der NDR Bigband gespielten „Crush of the Titans“ von Lode Mertens angeschlagen. Dem Titel des Stücks geschuldet wurde es sehr laut, was ein etwas verunsichertes Publikum hinterließ.

Nach der Pause betrat die NDR Bigband die Bühne. Betont professionell stellten die einzelnen Musiker die von ihnen ausgewählten Stücke vor, sie wurden dabei von der Band kongenial begleitet. Dabei erinnerte vieles an Freejazz, was nicht allen zu gefallen schien.

Was jedoch alle bewegte, war die zu Herzen gehende Interpretation des bekannten Weihnachtsliedes „Maria durch einen Dornwald ging“ für Tenorsaxophon und Bigband. Die belgische Brassband brauchte sich keineswegs hinter der NDR Bigband zu verstecken. Beide überzeugten auf ihre Weise und bereiteten den Zuhörern einen Hochgenuss, den sie mit lang anhaltendem Applaus kundtaten.

Von Gerhard Hummer

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