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Blechbläser ehren bekannte Komponisten

Ilseder Sommermusik Blechbläser ehren bekannte Komponisten

Kalter Wind und Dunkelheit statt sommerlicher Abendröte empfingen das Publikum nach der letzten Ilseder Sommermusik. Ein Grund mehr, sich auf den kommenden Sommer und die nächsten Konzerte zu freuen.

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Sanft und edel: Posaunenchor-Musik in St. Bernward.

Quelle: rb

Ilsede. Blechbläser aus Ilsedes direkter Nachbarschaft folgten der Einladung des musikalischen Leiters der „Ilseder Sommermusik“, Wolfgang Motzka. Die Posaunenchöre aus Klein Ilsede und Oberg – und letztere mit „Friends“, also musikalischen Freunden unter der Leitung von Henning Schmedes, traten in der St.-Bernward-Kirche auf. Das Programm bestand aus Werken jener Komponisten, derer wegen besonderer Geburts- oder Todestage gedacht wurde wie Händels 250. Sterbetag. Sehr lebendig intonierten die Musiker eine seiner Suiten.

Josef Haydns 200. Geburtstag brachten die Bläser den Zuhörern im Kirchenschiff mit dessen Divertimento in Erinnerung. Erstaunlich jazzig das Allegro, angemessen sanft und freundlich das Adagio, die musikalischen Klippen und komplizierten Stellen im Menuett werden mit Leichtigkeit pariert und das Presto – klingt fast so fröhlich wie ein Wanderlied auf einer Waldlichtung. Wohl auch, um seinen Musikerkollegen am Blech Atempausen zu verschaffen, konzertierte Motzka an der Orgel – vom technischen Aufbau her im Grunde ebenfalls ein Blasinstrument.

Sein Geburtstagskind: Felix Mendelssohn Bartoldy (1809 – 1847) und dessen Sonate c-Moll, Op. 65. Ohne den Liebhabern des Ilseder Kircheninstrumentes zu nahe treten zu wollen – aber Respekt vor Motzkas Raffinesse in der Registrierung, mit der er das Werk erstaunlich farbig und klangschattiert präsentierte. Mendelssohns Musik zum Choral „Auf Gott allein will hoffen ich“ boten die Bläser meditativ-sanft und edel. Und wer den tröstlich-trotzigen Text des Psalms 18 kennt, kann sich an der Vertonung von Michael Junker, dargeboten von den zehn Ilseder Posaunen-Nachbarn und ihrem Leiter musikalisch geradezu wärmen. An musikalischen Kontrasten empfinden die Bläser zu Recht Vergnügen, denn ihre Interpretation von Johannes S. Michels „Intrade in Jazz“ klingt auf den ersten Takten fast wie eine üppige Jazz-Band. Allein das ausgebliebene Glockengeläut vorm Konzert und die nicht entzündeten Kerzen im Altarraum nahmen Kirche und Aufführung etwas von der sonst üblichen Sommer-Oasen-Stimmung.

Ulrich Jaschek

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