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Bischof Norbert Trelle: Skepsis aushalten

Ilsede Bischof Norbert Trelle: Skepsis aushalten

Es wird Momente im priesterlichen Leben des Hildesheimer Diözesanbischof Norbert Trelle geben, die er wahrscheinlich nie vergisst und zuweilen noch vor dem Einschlafen darüber lächeln wird.

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Bischof Norbert Trelle in der St. Bernward-Kirche in Groß Ilsede.

Quelle: Ralf Büchler

Ilsede-Groß Ilsede. Gestern war es anlässlich des Weihejubiläums in der voll besetzten katholischen St. Bernward-Kirche in Ilsede soweit: Eine besonders engagierte Messdienerin schwang das Weihrauchfass im Gottesdienst derart eifrig, dass es aneckte und laut scheppernd seinen liturgischen Dienst quittierte.

Apropos scheppernd: Gescheppert hatte es heftig in der Kirchengemeinde, als mitten in die Jubiläumsvorbereitungen die Bistumsleitung mitteilte, dass die drei in der Bernward-Gemeinde sehr beliebten Oratorianer-Pater Paul und David Chodor und Zenon Barnas zum Sommer nach Hannover versetzt würden. 500 Unterschriften hatte der Brief getragen, mit dem der Pfarrgemeinderat Bischof Trelle bat, seine Entscheidung zu überdenken.

Diese „bedrängende Frage des Wechsels im priesterlichen Dienst“ beantwortete der Bistums-Chef gestern gleich zu Beginn des Gottesdienstes, bat die Gemeinde, „sich hineinzugeben in die Veränderung“ und versprach den mehr als 450 Gottesdienstbesuchern „einen guten Nachfolger“.

Zuvor hatte Pater Paul Chodor unter anderen auch Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes („man hört nur Gutes von Ihnen“) und seinen „lieben guten evangelischen Nachbarn“ Pastor Walter Faerber begrüßt.

Den theologischen Bogen spannte der Bischof in seiner spontan auch auf die vielen Kinder zugeschnittenen Predigt von dem Unerwarteten des Weihrauchfass-Unfalls bis zur plötzlichen Erscheinung Jesu und der Skepsis des Apostels Tomas. So wie Jesus nach seiner Auferstehung durch verschlossene Türen plötzlich und unerwartet zu seinen vor Angst bebenden Jüngern gekommen sei, so müssten Gemeinden heute ihre Offenheit vor den Menschen bezeugen und auch die Skepsis anderer aushalten.

Wo keine Versöhnung stattfinde, habe Gemeinde keine Zukunft, warnte der Bischof.

Das Kirchweih-Jubiläum nach 50 Jahren und der Priesterwechsel fallen in eine seit zwei Jahren für die Kirchengemeinde bestehende schwierige Umbruch-Situation: die Fusion von vier ehemals eigenständigen Gemeinden und dem erst vor wenigen Wochen erfolgten Abriss der katholischen St. Thomas-Kirche in Adenstedt.

Ulrich Jaschek

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