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Ilsede Auf dem Weg zur inneren Ruhe: Mit Eseln durch Europa
Kreis Peine Ilsede Auf dem Weg zur inneren Ruhe: Mit Eseln durch Europa
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21:03 28.09.2017
Esel Toni, Carlo Magnani, Antonio Leporale, Helena Kågemark und Eselin Aurora Alba bei ihrem Stopp in Solschen. Quelle: Antje Ehlers
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Solschen

Die beiden hatten sich im vergangenen März auf den Weg gemacht, um zu Fuß von italienischen Albiano Magra in der toskanischen Provinz Massa Carrara ins schwedische Göteborg zu gelangen.

Dabei sind sie nicht ganz allein, begleitet werden sie von den Eseln Toni und Aurora Alba, die sich als treue Gefährten erweisen und für das Tragen des Gepäcks zuständig sind. „Unsere Zeit ist schnelllebig, wir haben eine Alternative gesucht, um zur Ruhe zu kommen und über das soziale und wirtschaftliche System nachzudenken“, sagen Kågemark und Magnani. Und so seien sie vor zwei Jahren auf die Idee für diesen „Weg“, wie sie die Reise bezeichnen, gekommen.

Die Vorbereitungen haben etwa ein Jahr Zeit in Anspruch genommen, berichten sie, doch sehr schnell sei klar gewesen, dass Esel die idealen Begleiter sein. „Wenn man das Leben betrachtet, kann man viel von den Eseln lernen“, erzählt die Schwedin, die schon lange in Italien lebt. „Wenn Esel fressen wollen, dann fressen sie. Sie sind nur schwer aus der Ruhe zu bringen und geben uns die Zeit, die wir brauchen.“ Und Carlo Magnani ergänzt: „Mit Hilfe der Esel ist es nicht schwer, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. So ist es zum Beispiel einfacher, Übernachtungsmöglichkeiten zu finden.“

Nach 220 Tagen Reisezeit sind die zwei Abenteurer im letzten Oktober in Göteborg angekommen, wo sie dann auch den Winter verbracht haben. Während die ausgebildete Seiltänzerin im Theater ein wenig Geld verdienen konnte, half der Bühnentechniker auf dem Hof, auf dem die Esel für die Wintermonate unterkommen konnten. Im vergangenen Juni hat sich das Paar wieder auf den Weg in Richtung Heimat gemacht, auf dem sie wieder in Solschen bei Antonio Leporale und seiner Frau Carola die Gastfreundschaft genossen. Als Dankeschön hinterlassen sie bei jedem Gastgeber einen Setzling, der nachhaltig an die Begegnung erinnern soll, und nehmen einen neuen zum nächsten Gastgeber mit.

Dieses Jahr werden die beiden die Heimreise nicht mehr schaffen. „Wir hoffen, dass wir in Süddeutschland eine Möglichkeit zum Überwintern finden.“ Und wie es nach dem „Weg“ weitergeht, wissen sie noch nicht. „Wir würden gern ein Buch schreiben, aber es wird schwer, die Esel darin zu Wort kommen zu lassen“, lachen Kågemark und Magnani.

Von Antje Ehlers

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