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Ilsede Anwohnerin sorgt sich um Statik ihres Hauses
Kreis Peine Ilsede Anwohnerin sorgt sich um Statik ihres Hauses
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15:09 24.07.2018
Kerstin Graw und ihr Mann René gehört das Haus auf dem Nachbargrundstück im Hintergrund. Sie sind verärgert, dass die Situation mit der Zisterne schon so lange anhält. Quelle: Kerstin Wosnitza
Münstedt

Was sie besonders nervt: „Alle denken, es sei unsere Zisterne. Aber sie gehört der Gemeinde, genau wie das Grundstück, auf dem sie sich befindet.“

Graw ärgert sich sehr über das Ungetüm, das – eigentlich im Erdboden vergraben – infolge eines Starkregens vor gut einem Jahr an die Oberfläche gedrückt wurde und seitdem in ganz Münstedt, aber auch darüber hinaus als „U-Boot“ bekannt und oft fotografiert wurde.

„Ich stehe seit Januar dieses Jahres mit der Gemeinde Ilsede in Kontakt“, sagt Graw, die sich auch um die Statik ihres Hauses infolge der Erdbewegungen sorgt. „Da ist ja jetzt ein Riesenloch, wer weiß, was darunter ist.“ Sie ärgert sich, dass bislang keine Anstrengungen seitens der Verwaltung unternommen wurden, die Zisterne wieder einzugraben.

„Wenn es unsere gewesen wäre, hätten wir sicher eine enorme Strafe zahlen müssen“, glaubt sie. „Und was machen wir, wenn es brennt? Entweder wir brauchen sie oder nicht. Aber man kann doch nicht einfach ein Jahr lang abwarten.“

Als die Löschwasserzisterne eingegraben wurde, habe Graw der damals noch existierenden Gemeinde Lahstedt angeboten, das Regenwasser von ihrem Dach in den 10 000 Kubikmeter fassenden Behälter einzuleiten, um sicherzustellen, dass dieser für Brandfälle immer gut gefüllt ist. Dies sei aber seinerzeit abgelehnt worden.

Behälter ist zwar dicht, jedoch leer

Nun hatte die Gemeinde Ilsede allerdings bei einer Überprüfung festgestellt, dass der Behälter zwar dicht, aber leer ist. Womit sich die Frage stellt, wie das Wasser aus der Zisterne kommen konnte, was womöglich dazu geführt hat, dass diese aufgeschwemmt wurde.

Gemeindefeuerwehrwart Carsten Schmidt will sich öffentlich nicht zu einer möglichen Ursache äußern. Er betont aber: „Die Zisterne wird weiter benötigt.“ Die Feuerwehr dürfe sich nicht auf die abhängige Wasserversorgung über das Rohrleitungsnetz verlassen, sondern brauche auch unabhängige Wasserentnahmestellen wie etwa offene Gewässer oder eben Zisternen. „Gerade in Randgebieten kann es passieren, dass im Leitungsnetz nicht genügend Druck ist“, erklärt er.

Darüber hinaus liege es im ureigensten Insteresse der Feuerwehr, sich um die Entnahmestellen zu kümmern und sicherzustellen, dass dort genügend Wasser vorhanden ist. Schmidt betont aber auch: „Die Gemeinde ist für die Sicherstellung des Brandschutzes zuständig. Die Feuerwehren sind freiwillig und ehrenamtlich im Einsatz.“

Genug Geld fürs Eingraben steht nicht zur Verfügung

Laut Auskunft der Gemeinde Ilsede konnte der Behälter aufgrund der hohen Kosten noch nicht wieder eingegraben werden. Ursprünglich seien 22 500 Euro dafür im Haushalt eingeplant worden, nach einer Ausschreibung liegen die Kosten nun aber bei 60 000 Euro – Geld, das nicht zur Verfügung stehe.

Die Münstedter Dorfgemeinschaft hat unterdessen den ersten „Münstedter Hafengeburtstag“ aufgrund des aufgetauchten „U-Boots“ anberaumt. Gefeiert wird am Samstag, 28. Juli, ab 18 Uhr in der „Marina zu Münstedt“.

Von Mirja Polreich

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