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Ilsede Am Bolzberg kann man den Meeresboden trockenen Fußes bestaunen
Kreis Peine Ilsede Am Bolzberg kann man den Meeresboden trockenen Fußes bestaunen
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21:01 24.05.2018
Der Bolzberg lag vor langer Zeit komplett unter Wasser. Quelle: Thomas Freiberg
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Gadenstedt

Entstanden ist der Bolzberg im Mesozoikum vor 250 Millionen Jahren, erläutert Uwe Schmidt, Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Peine. Schon im Mittelalter wurde der Bolzberg als Steinbruch genutzt. So bestehe unter anderem der Turm der Gadenstedter St.-Andreas-Kirche aus dem gleichen Gestein, das auch am Bolzberg vorkomme.

Muschelkalksteinplatten sind fossiler Meeresboden

Die heftigen Verwerfungen des Bolzberges erzählen von einer bewegten Geschichte. Vom Boden des Steinbruchs ragen leicht schräg aufgestellte, gewaltige Muschelkalksteinplatten nach oben. Es handelt sich um fossilen Meeresboden.

Als Landwehr genutzt wurde der Bolzberg ab 1250. In den vielen Hohlwegen ist dieses bis heute hin sichtbar geblieben. Die Landwehr diente zum Schutz der Ortschaft Gadenstedt, was soviel wie „Gute Stätte“ bedeutet.

Botanisch ist der Bolzberg heute durch seine vielen Eschen geprägt. Ursprünglich waren es einst die Rotbuche, die Grauerle, die Lärche, die Robinie und die Hainbuche. Außerdem findet man den Hasel, den Holunder und die Vogelkirsche. Und im Kreis Peine einmalig, gibt es am Bolzberg einige Vorkommen des „Christophskraut“ sowie der „Behaarten Karde“.

Von Thomas Freiberg

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