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Alles eine Frage des Bedarfs

Ortsratssitzung in Solschen Alles eine Frage des Bedarfs

Wer Krawall erwartet hatte, wurde enttäuscht: Bei der Ortsratssitzung in Solschen wurde betont sachlich über das Krippenplatz-Konzept der Gemeinde diskutiert. Außerdem gab es eine Entschuldigung des Ilseder Bürgermeisters.

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Nachnutzung ungewiss: Die Grundschule in Solschen wird 2011 geschlossen. Ob ab 2013 dort eine Krippe untergebracht wird, konnte auch bei der Sitzung des Ortsrates nicht abschließend geklärt werden.

Quelle: im

Ilsede-Solschen . Entspannt schlendert Wilfried Brandes, Bürgermeister der Gemeinde Ilsede, über den Hof der Gaststätte „Zur Kastanie“ in Solschen. Nur noch wenige Minuten bis zur mit Spannung erwarteten Ortsratssitzung. Drinnen warten schon die Mitglieder des Ortsrates sowie etwa 15 Einwohner. Sie wollen Antworten auf die Frage, ob Solschen 2013 eine Krippe bekommt oder nicht.

Denn diese Frage ist während der vergangenen Sitzungen zweier Fachausschüsse immer wieder aufgekommen. Zumindest zwischen den Zeilen. 60 Krippenplätze muss die Gemeinde bis 2013 vorweisen. Eine Krippe ist bereits gebaut, eine zweite geplant. An dritter Stelle sollte eigentlich Solschen kommen. Doch in einer denkwürdigen Sitzung des Schulausschusses wurde dies gekippt und der Standort Klein Ilsede vorgezogen.

„Es hat hier wohl kommunikative Störungen gegeben“, sagt Bürgermeister Brandes (SPD) zur Marathonsitzung des Schulausschusses. Es hätte keine Absprache mit seinem Vertreter gegeben, da dieser erkrankt gewesen sei. „Dieses Hin und Her tut mir leid“, sagt Brandes und stellt dann das geplante Krippenkonzept vor.

Der Verwaltungs-Chef unterstreicht, dass eine vierte gemeindliche Krippengruppe nur in Solschen entstehen könne und dort nur in dem alten Schulgebäude. Über diese klare Aussage freut sich Ortsbürgermeister Günther Mohrholz (SPD) der fordert, dass Solschen aber nicht „hinten runterfallen dürfe“. Denn hinter vorgehaltener Hand mutmaßen viele, dass eine vierte Gruppe gar nicht nötig sei. Solschen würde somit leer ausgehen.

Dass die Solschener nicht mit einer Stimme sprechen, macht Christdemokrat Günter Mertins deutlich. Zwar fordert er auch eine Krippe in Solschen – er favorisiert als Standort aber einen noch umzubauenden Stall der Kirchengemeinde. „Der seit 40 Jahren erfolgreich laufende Spielkreis darf nicht geopfert werden.“

Am Ende der etwa halbstündigen Diskussion, an der sich auch einige Bürger beteiligten, steht schließlich folgende Beschlussempfehlung: Der Ortsrat empfiehlt, zur Deckung des Bedarfs die vierte Krippengruppe in Solschen einzurichten. Das leise Murmeln eines anwesenden Einwohners, nimmt kaum einer wahr: „Und was passiert, wenn es keinen Bedarf mehr gibt?“

Nach der Sitzung sitzt Brandes mit den Ortsratsmitgliedern noch zusammen und diskutiert. Sachlich. Entspannt.

Tobias Mull

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