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Zuckerdosen-Dach lässt sich hängen

Clauen Zuckerdosen-Dach lässt sich hängen

Die Clauener Zuckerdose ist aus der Form geraten: Das Dach des 80.000-Tonnen-Weißzucker-Silos hat sich verformt und muss ab heute Morgen gesichert werden. Zwei Schwerlastkräne sollen die Transportbandbrücke, die oben aufliegt, anheben und das Dach mit einer Spezialkonstruktion um 30 Tonnen Gewicht entlasten.

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Das Clauener Beton-Silo der Zuckerfabrik: Mit zwei Schwerlastkränen soll heute die Transportbrücke in 80 Meter Höhe auf dem instabilen Dach angehoben werden. Um 30 Tonnen wollen die Fachleute die Abdeck-Konstruktion entlasten und sichern. Das Silo ist bereits eingerüstet.

Quelle: cb

Hohenhameln-Clauen. Bittere Pille für den Nordzucker-Konzern: Das Dach des vor neun Jahren gebauten Clauener Silos hat sich verformt, Holzbinder sind aus den Verankerungen gezogen. Mit zwei 800-Tonnen-Kränen soll heute eine stählerne Konstruktion auf den Rand des Betonbaus aufgesetzt werden, die die Transportbandbrücke aufnimmt und das Dach entlastet. Kosten des Projekts: etwa 200.000 Euro. Nach dem Brand im Turbinenhaus vom Oktober 2008 der zweite finanzielle Schlag innerhalb kurzer Zeit für das Unternehmen.

80 Meter hoch ist das Silo für die süßen Kristalle der Nordzucker AG am Werk Clauen, Dachspitze mitgerechnet. Der silbrig glänzende Turm mit dem Durchmesser von 46,5 Meter ist bis oben hin eingerüstet. Als er im Jahr 2000 fertiggestellt wurde, hatte er mehr als sieben Millionen Euro gekostet und galt mit einem baugleichen Modell in Uelzen als größtes Betonsilo für Zucker weltweit.

„Dass sich so ein Bau immer wieder setzt, ist normal“, sagte gestern Werksleiter Hans-Joachim Dell auf PAZ-Anfrage. „Nur dass er das jetzt ungleichmäßig getan hat, war nicht vorgesehen.“ Der Boden unter dem Zuckersilo besteht aus elastischem Ton und Mergel. „Füllen wir das Silo, drückt das Gewicht das Wasser unterm Fundament aus dem Boden, das Silo senkt sich ab“, sagte Dell. „Der Höhenunterschied kann bis zu 17 Zentimeter betragen. Wird das Silo entleert, strömt das Wasser in den Grund zurück und hebt den Behälter wieder an.“

Bei einer planmäßigen Überprüfung sei festgestellt worden, dass die dachtragenden Binder, die in sogenannten Schuhen in der Silowand eingehängt waren, sich herausgezogen haben. „Wenn es keinen Sturm gibt, wird am Freitag eine Hilfsbrücke aufgebaut, die die 30 Tonnen schwere Transportbandbrücke wenige Millimeter anhebt“, sagte Dell zum Verfahren. Dann soll das Dach repariert werden, Statiker und andere Fachleute entwerfen Pläne für eine dauerhafte Lösung.

Vielleicht wird das Dach jetzt so aufgelagert, „dass es mit den Absetzbewegungen mitgeht“, sagte Dell. Noch sind 10.000 Tonnen Zucker im Turm. „Zurzeit kann niemand ins Silo herein“, erklärt der Werksleiter. „Wir wollen kein Risiko eingehen.“

de

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