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„Wir Kinder sind am wichtigsten“

Hohenhameln: Brandschutz-Erziehung „Wir Kinder sind am wichtigsten“

Der Mann in der leuchtend-orange-farbenen Jacke steckt ein Stück Papier mit der Flamme seines Feuerzeugs an und das mitten im Klassenraum. Ungläubiges Staunen bei den Jungen und Mädchen in der Klasse von Elena Ludwig, es brennt, aber es kann ja nicht passieren – die Feuerwehr ist da.

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Aufmerksam ließen sich die Hohenhamelnmer Schüler die Feuerwehrgerätschaften von Brandschutzerzieher Frank Pikowski erklären.

Quelle: im

Hohenhameln. Brandschutzerziehung in der Hohenhamelner Grundschule: Brandschutzerzieher und Feuerwehrmann Frank Pikowski hat mit den Jungen und Mädchen zwei Stunden lang richtiges Verhalten bei Notfällen, geübt.

Über ein Spieltelefon haben die Erstklässler gelernt, wie die Feuerwehr alarmiert werden muss, wenn es brennt: „Name, Adresse, was ist passiert, wie viel Menschen sind noch im Haus“, zählt der siebenjährige Phillip. „Und wenn man schon aus dem haus rausgelaufen ist und etwas vergessen hat, darf man nicht zurücklaufen: Es kann alles neu gekauft werden, nur wir nicht, wir Kinder sind das wichtigste.“ Lektion gelernt.

Elena Ludwig, die Klassenlehrerin, hat auch schon mit den Kindern trainiert: Es gibt eine Feueraufstellung, eine feste Formation, in der die Kinder bei einem Brand Klassenzimmer und Schule verlassen. „Jeder kennt seinen Vorder- und Hintermann und passt auf, dass er da ist“, erklärte sie das Prinzip des geordneten Rückzugs. „Ich kontrolliere und so können wir sicher sein, dass niemand vergessen wurde.“

„Kinder müssen früh lernen, dass das Feuer mindestens zwei Seiten hat“, sagte Brandschutzerzieher Pikowski. „Die eine wärmt und kocht unser Essen, die andere verbrennt alles und kann gefährlich werden.“ Mit den jeweiligen Schulleitungen verabredet der Feuerwehrmann Termine und geht von der ersten bis zur elften Klasse in den Unterricht. „Das fängt schon im Kindergarten an“, sagte er. Für die Jungen und Mädchen der Grundschule ist das eine spannende Sache: Auf dem Hof steht der Feuerwehrwagen, den Pikowski öffnet und den Kindern die Beladung und Ausrüstung des Autos zeigt und erklärt.

Ständige Weiterbildung bei Seminarbesuchen sei unverzichtbar, erzählt der Brandschutzerzieher am Rande. In den höheren Klassen wird beispielsweise demonstriert, wie Haarspray-Dosen bei Hitze explodieren können. Soweit sind die Erstklässler noch nicht. Aber sie wissen jetzt: „Wenn es brennt, darf ich mich nicht im Haus verstecken.“

Michael Schröder

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