Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Hohenhameln Wasserleitung mit Schleuderkopf sanieren
Kreis Peine Hohenhameln Wasserleitung mit Schleuderkopf sanieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:07 06.07.2009
Sascha Raschkewski zeigt den Kratzer mit Stahlfedern, der unter Spannung durch das Rohr gezogen wird und es von Inkrustierungen reinigt. Quelle: im

Hohenhameln-Bierbergen.Erst zischt die Luft, dann kommt Wasser, schließlich Beton: Der Wasserverband Peine kleidet die eiserne Transportverbindung von innen aus – ohne die Straße aufzureißen.

Der Wasserverband Peine hat die Frischwasser-Transportleitung entlang der Kreisstraße 30 zwischen Bierbergen und Adenstedt auf einer Länge von etwa 1700 Metern mit einem Kratzer von Eisen- und Manganablagerungen befreit, gestern lief die Innenversiegelung des Rohres mit einer Zement-Quarzsand-Wassermischung. 250 000 Euro kostet das Projekt, 30 Jahre soll das Rohr noch halten.

Michael Smith hält per Funk Verbindung zum 180 Meter entfernten Mischer. Der Mitarbeiter einer Spezialfirma hat den Schleuderkopf im Rohr platziert.

Der Schleuderkopf ist ein Gebilde aus einer rotierenden Sprüh-Spritze und metallischen Besen. „Angeschlossen sind jetzt die Schläuche für Luft und Beton“, sagt Bauleiter Eckhard Köhler vom Wasserverband, „und ein Stahlseil haben wir festgemacht, um den Sprühkopf gleichmäßig durchs Rohr zur nächsten Baugrube zu ziehen.“ 2,30 Meter pro Minute, exakt.

Rohr aus den 50er-Jahren

Es sirrt und sirrt, dann kommt Wasser, schließlich ein feiner Betonnebel, der sich verdickt und das Rohr mit einer fünf bis sieben Millimeter starken Schicht von innen überzieht. Das Eisen ist gegen neue Ablagerungen geschützt, wenn die Masse ausgehärtet ist.

„Alte Rohre weisen oft deutliche Mängel auf, die eine Erneuerung nötig machen“, sagt Köhler. „Diese Eisenleitung ist in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts verlegt worden, bislang gab es am eigentlichen Rohr aber noch keine Probleme.“ Allerdings: In den Rohren bilden sich im Laufe der Jahrzehnte natürliche, biologische Ablagerungen, sogenannte Inkrustierungen. „Sie lassen das Wasser nicht mehr so wie geplant strömen, sodass es negative Effekte bei der Wassermenge und dem Wasserdruck gibt.“

Etwa alle 120 bis 150 Meter hat der Wasserverband Baugruben ausheben lassen. Das Wasserrohr ist gekappt worden.

Dann kam der Kratzer zum Einsatz: Ein metallisches Etwas, etwa 1,50 Meter lang, mit besenartigen Flügeln, die durch das Rohr gezogen werden und alle Rückstände beseitigen. Am Ende des Kratzers ist eine Gummischeibe angebracht, die die ganz feinen und gelösten Rückstände aus dem Rohr wischen. „Es ist metallisch rein“, sagt Bauleiter Köhler.

„Die Arbeiten liegen genau im Zeitplan, wir müssten sie bis Ende Juli abschließen können, wenn alles weiter so gut klappt.“

Zur nachhaltigen Versorgungssicherung wurden auch die Übergabestation in Bierbergen erneuert. Hier wird das Wasser aus der Transportleitung ins Ortsnetz eingespeist und auch weiter ins Ortsnetz Oedelum geschickt.

de

Ein säuerlich-penetranter Geruch zieht von der Ostseite nach Equord, von Tag zu Tag verfliegt er mehr, aber immerhin. Der 72-jährige Herbert Müller, der an der Rosenthaler Straße im Ort wohnt, hat genug: „Das ist doch wieder holländischer Hühnerkot, der auf den Äckern verteilt wurde“, schimpft er, „der Gestank sitzt sogar in der Wäsche auf der Leine.“

04.07.2009

„Es macht uns Mut, dass in der Landwirtschaft noch eigene Entscheidungen getroffen werden!“ Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen im Kreis Peine, zeigte sich gestern beeindruckt vom zentralen Raiffeisen-Umschlagplatz in Mehrum am Kanal.

02.07.2009

Verkehrsberuhigung auf der Bundesstraße 494 zwischen Stedum-Bekum und Clauen: Ab Montag, 29. Juni, wird eine neue Fahrbahndecke aufgetragen, mit halbseitigen Sperrungen und Behinderungen ist zu rechnen.

27.06.2009