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Hohenhameln Vom Ballett zum Bernsteinzimmer
Kreis Peine Hohenhameln Vom Ballett zum Bernsteinzimmer
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22:00 14.05.2013
Reise nach Russland: Die Gruppe aus Hohenhameln vor dem Tor des Katharinenpalasts. Quelle: oh

„Ich werde wohl einige Wochen brauchen, um nach dieser Erlebnisreise überhaupt wieder aufnahmefähig zu werden“, sagte Helmut Lange vom Kulturverein, der die Reise gemeinsam mit Karen Langeloh-Bengsch geleitet hat. „St. Petersburg hat alle unsere Erwartungen übertroffen.“

Schon am Ankunftstag stand der musikalische Höhepunkt auf dem Programm: Im weltberühmten Mariinski-Theater sahen die Hohenhamelner Tschaikowskys Ballett „Dornröschen“. Bereits vor neun Monaten hatte Lange die Karten in der ersten Reihe des dritten Ranges geordert - für eine vierstündige Aufführung, die seiner Meinung nach „an tänzerischer Qualität und farbenreicher Kostümierung nicht zu übertreffen ist“.

An den folgenden Tagen standen eine ausgiebige Stadtrundfahrt sowie zahlreiche Ausflüge auf dem Programm - „mit einer fantastischen individuellen Führung“, schwärmt Lange. „Unser Guide Natalia war ein wahrer Glücksgriff: Sie sprach auf allerhöchstem Niveau Deutsch und brachte uns mit unglaublichen Detailkenntnissen die geschichtlichen, baulichen und künstlerischen Besonderheiten ihrer Heimatstadt näher.“

Unter anderem besuchte die Gruppe auch die Stadt Puschkin, die früher Zarskoje Selo (Zarendorf) hieß: Im dortigen Katharinenpalast, der Sommerresidenz der Zaren, spiegelt nicht nur das berühmte Bernsteinzimmer den unfassbaren Luxus wider. Auch die Peter-und-Paul-Festung mit der Grabeskirche der Zarenfamilie gehörte zum Ausflugsprogramm auf der Kulturreise - und natürlich die Eremitage, die zaristische Winterresidenz, die wegen ihrer fast drei Millionen Kunstschätze und der vor Gold strotzenden Inneneinrichtung das bedeutendste Kulturgut von St. Petersburg darstellt.

Mindestens ebenso beeindruckend fanden Heide Schons und Cornelia Deni den Gottesdienst in der Nikolaus-Marine-Kathedrale: „Für uns war das einer der Höhepunkte - dank der mächtigen Bass-Stimme des Erzpriesters und des unaufhaltsam singenden lithurgischen Chores“, meinten beide. Für weltliche Kurzweil sorgten laut Lange unter anderem gemeinsame Mahlzeiten, mal kaukasisch, mal ländlich russisch und garniert mit lebhaften Folklore-Vorführungen.

Mit dem Alexander-Newskij-Kloster und dem Besuch der benachbarten Grabstätte von Piotr Iljitsch Tschaikowsky schloss sich der Kreis für die Besuchergruppe aus Hohenhameln: Der bedeutende russische Komponist wurde zur Rahmenfigur einer unvergesslichen Kulturreise.

red