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Hohenhameln Verzögerung bei Glasfaser: „Hamster hat keine Schuld“
Kreis Peine Hohenhameln Verzögerung bei Glasfaser: „Hamster hat keine Schuld“
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07:53 10.03.2019
Der Feldhamster ist nach Ansicht der Deutschen Wildtier-Stiftung nicht für die Verzögerungen beim Ausbau der Glasfaser-Leitungen in der Gemeinde Hohenhameln verantwortlich. Quelle: dpa
Hohenhameln

Der Feldhamster ist nach Ansicht der Deutschen Wildtier-Stiftung nicht für die Verzögerungen beim Ausbau der Glasfaser-Leitungen für schnelles Internet in der Gemeinde Hohenhameln verantwortlich. Das macht Nina Lipecki, Vorsitzende des Vereins AG Feldhamsterschutz Niedersachsen und hauptberuflich als Regionalkoordinatorin im Projekt Feldhamsterland für die Deutsche Wildtier-Stiftung tätig, in einer Stellungnahme deutlich.

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hatte darüber informiert, dass das Vorkommen des streng geschützten Feldhamsters rund um den Kernort Hohenhameln in Abstimmung mit dem Umweltamt des Landkreises Peine ein Umplanen nötig macht. Die Kabel sollen nicht in offener Bauweise, sondern im so genannten Spül-Bohrverfahren verbaut werden.

Verbreitungsgebiet sei Behörden bekannt

„Die Zeiten, in denen unvermutete Feldhamstervorkommen mitten im Planungsverfahren auftauchten und zu zeitlichen Verzögerungen führten, sind längst vorbei“, so Lipecki. In der Gemeinde Hohenhameln seien die Feldhamster heimisch. „Dieses Vorkommensgebiet erstreckt sich auch auf den Nord- und Ostkreis des Landkreises Hildesheim und ist den Behörden bekannt“, sagt sie.

In diesem Bereich sei daher quasi überall mit dem bunten Erdbewohner zu rechnen. „Da sein Bestand weltweit kurz vor dem Aussterben steht, muss er einfach bei allen Eingriffen in diesem Gebiet Teil des Verfahrens sein. Bei guter und frühzeitiger Planung des Eingriffsvorhabens gibt es dann keinerlei Verzögerung. Für Versäumnisse und Planungsfehler ist nicht der Feldhamster verantwortlich“, macht sie ihren Standpunkt deutlich.

Eingriffe in die Natur

Vor dem Hintergrund des Artensterbens müsse verstärkt darauf geachtet werden, das Vorkommen seltener Tiere bei Eingriffen in die Natur zu berücksichtigen. „Das einfache Umsiedeln der Tiere ist vielfach der Weg in den Tod, ungeeignete Ersatzlebensräume werden von den Tieren nicht angenommen“, so Lipecki.

Deutsche Glasfaser will in allen Ortsteilen der Gemeinde Hohenhameln Leitungen mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde anbieten. Einen Zeitpunkt für den Beginn der Bauarbeiten konnte Sprecher Dennis Slobodian noch nicht nennen.

Von Kerstin Wosnitza

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