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Hohenhameln Triftstraße: Tonnen- und Tempolimit hilft - ein wenig
Kreis Peine Hohenhameln Triftstraße: Tonnen- und Tempolimit hilft - ein wenig
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22:30 07.09.2012
Von Susann Reichert
CDU-Ratsherr Heinz-Erwin Dalheimer, Fraktionschefin Caren von Wagner und Guido Imhoff von der Raiffeisen sahen sich vor Ort um. Quelle: sur
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„Wir werden immer wieder auf die Triftstraße angesprochen“, sagt Caren von Wagner, die CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. „Also wollten wir uns selbst ein Bild machen.“

Dass die Straße schwere Lastwagen und Trecker nicht trägt, hat bereits ein Gutachten bestätigt (PAZ berichtete). Fahrzeuge über zwölf Tonnen dürfen die Straße deshalb nicht mehr benutzen, landwirtschaftlicher Verkehr ausgenommen (siehe Kasten). Außerdem gilt seit zwei Monaten Tempo 30. „Seitdem das Schild steht, ist es etwas besser geworden“, sagt Florian Löhr. Das bestätigt auch die Anwohnerin Andrea Rinas, die bei der CDU-Fraktionssitzung unter freiem Himmel dabei war: „Wenn die schweren Dinger wirklich 30 fahren, sind sie zwar noch laut, aber zumindest wackelt nicht mehr das ganze Haus“, sagt sie. „Leider halten sich zu wenige daran.“

Das gelte auch für jene, die die Straße eigentlich gar nicht benutzen dürfen - etwa die Lohnunternehmer, die Kompost vom Biogenen Zentrum abholen. „Dass die hier nicht lang fahren dürfen, habe ich schriftlich“, sagt Jörg Plagemann. „Trotzdem fahren sie immer wieder direkt vor meiner Haustür vorbei, einfach weil das der kürzeste Weg ist.“

Aus diesem Grund befürchten die Anwohner auch, dass der Lieferverkehr zur neuen Biogas-Anlage ebenfalls über die Triftstraße fahren wird und nicht über die Hämelerwalder Straße - allen Versprechungen zum Trotz. „Das wäre für die Anwohner eine Katastrophe“, sagt Rinas.

Wie viele Fahrzeuge die Triftstraße nutzen und wie schnell sie fahren, hat bis vor wenigen Tagen der Landkreis Peine mit einem Seitenradar gemessen. Die Auswertung dieser Daten will die CDU noch abwarten, danach müsse die Gemeinde gegebenenfalls beim Landkreis Geschwindigkeitskontrollen beantragen: „Das ist der einzige Weg“, sagt Ratsherr Gerhard Schauer.

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Viel landwirtschaftlicher Verkehr

Trotz der Tonnenbegrenzung muss die Triftstraße noch immer schweren Verkehr aushalten – schließlich gilt das Verbot nicht für Landwirte. Allein zur Firma Raiffeisen werden während der Erntezeit rund 30000 Tonnen Getreide geliefert, das sind 750 40-Tonner innerhalb von sechs Wochen. Die Hälfte davon fährt über die Triftstraße und die Hälfte durchs Gewerbegebiet, sagt Raiffeisen-Mitarbeiter Guido Imhoff.

Wenn die Mehrumer Hauptstraße saniert wird, soll auch die Triftstraße eine tragfähige Decke bekommen. Wann es soweit ist, ist aber noch völlig unklar.

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