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Tischler aus Harber haucht alten Autos neues Leben ein

Hohenhameln Tischler aus Harber haucht alten Autos neues Leben ein

Harber. Das gibt es nur in Harber: In der Tischlerei von Hans Werner Walkling werden Oldtimer restauriert - und mitunter nach alten Designstudien komplett neu aufgebaut.

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Hans Werner Walkling aus Harber in seiner Oldtimer-Werkstatt: Wenn der Cadillac fertig ist, soll er so aussehen wie auf der Zeichnung.

Quelle: rb

In Walklings Werkstatt entsteht derzeit ein Cadillac. 1933 wurde dieses Auto entworfen - aber es wurde nie gebaut. „Es existiert bisher nur als Designstudie auf dem Papier“, sagt Walkling.

Auf Wunsch eines Kunden will er das jetzt ändern. Die komplette Karosserie baut er aus Holz, so wie das früher üblich war: „Blech hat man damals nur für die Verkleidung genommen. Die Technik war noch nicht so weit“, erklärt er. Noch Anfang der 1950er lohnten sich die teuren Blechpressen nur für die Massenproduktion. Kleinserien - etwa Cabrios - baute man nach wie vor aus Holz.

Walklings Werkstatt ist die einzige in der Region und eine der wenigen in ganz Deutschland, die komplette Autos quasi aus dem Nichts rekonstruieren kann. Als Vorlage dient ihm nur eine Zeichnung: Die Cadillac-Designstudie von 1933. „Der Kunde hat mir das Bild gegeben und gesagt: Dieses Auto will ich haben!“ Für Walkling ist das kein Problem - auch wenn er und sein Mitarbeiter Dieter Teichert Monate brauchen, um von Hand ein Auto zu zimmern. Das Fahrgestell stammt von einer Cadillac-Limousine, die ebenfalls in den 30ern gebaut wurde. Für die Karosserie wird kein einziges Stück Plastik verwendet, sondern nur Material, das es auch vor 80 Jahren schon gab - bis hin zu den Schrauben. „Damals wurden Schlitzschrauben verwendet, heute würde man Kreuzschlitz nehmen“, sagt Walkling. „Wir arbeiten mit authentischem Material - auch wenn man das hinterher nicht mehr sieht.“

Ein halbes Jahr steht der Cadillac nun schon in seiner Werkstatt, bald heißt es Abschied nehmen. „Dann geht’s zum Blechner, er klopft das Blech drum herum - und von unserer Arbeit ist nichts mehr zu sehen“, sagt Walkling.

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