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Hohenhameln TSV Mehrum: „Schwimmen darf nicht zum Luxusgut werden“
Kreis Peine Hohenhameln TSV Mehrum: „Schwimmen darf nicht zum Luxusgut werden“
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10:00 04.03.2017
Um das Hallenbad in Mehrum wird derzeit diskutiert. Quelle: Archiv
Mehrum

„Natürlich wollen die Leute in Mehrum ihr Schwimmbad erhalten, das ist verständlich“, sagt Goldbeck. „Aber man muss sich fragen: Was wäre die Alternative, wenn das Schwimmbad bleibt?“ Goldbeck spricht damit die Kosten an, die vor allem dadurch entstünden, dass das Schwimmbad ab dem Sommer nicht mehr durch das Mehrumer Kraftwerk beheizt werden könne.

Laut Goldbeck müsste dann an anderer Stelle gespart werden: „Zum Beispiel könnte dann der Gemeindebus wegfallen - oder es wäre weniger Geld für die Ausstattung der Feuerwehr da. Am Ende könnte es zu einer hohen Verschuldung der Gemeinde führen“, so der Ratsherr.

Lutz Erwig, Bürgermeister der Gemeinde Hohenhameln, äußerte sich ebenfalls noch einmal zu dem Thema. Er macht darauf aufmerksam, dass durch eine Schließung des Bades Folgekosten entstehen würden, da an der Energieversorgung im Keller des Kraftwerks auch das Dorfgemeinschaftshaus, die Sporthalle, das Feuerwehrhaus und zukünftig auch der Kindergarten angeschlossen seien. Derzeit plant die Gemeinde, das Blockheizkraftwerk im Keller durch eine moderne Energiequelle zu ersetzen. „Wir erkundigen uns gerade, welche Form dabei am geeignetsten ist“, so Erwig. Die Kosten der Erneuerung sollen dann mit über 50 Prozent über das Dorfentwicklungsprogramm getragen werden.

Außerdem wies Erwig erneut darauf hin, dass „das Schwimmbad mit mehr als 70 Prozent einen hohen Kostendeckungsgrad hat.“ Dieser sei auch für die anderen Fraktionen im Gemeinderat die Grundlage des Weiterbetriebs. Darüber hinaus lasse die Gemeinde derzeit Möglichkeiten prüfen, wie die Attraktivität verbessert werden kann, teilte Erwig weiter mit.

Und auch Katrin Böker, Jugendwartin vom TSV Mehrum, äußerte sich: „Die Folgen einer Bäderschließung interessieren Ratsherr Goldbeck anscheinend nicht. Es gibt bereits einen dramatischen Rückgang der Schwimmfähigkeit bei Kindern, mittlerweile auch an weiterführenden Schulen. Da sind Schwimmkurse besonders wichtig“, so Böker. „Die Politik kämpft um den Erhalt des Schulstandortes Hohenhameln, aber dies scheint Herr Goldbeck mit seinem Antrag zu vergessen. Ohne Sportstätten kein Schulstandort.“ Böker weiter: „Das Schwimmen darf nicht zum Luxusgut werden. Daher wird ein kommunales Schwimmbad immer ein Zuschussbetrieb bleiben.“

dn/jaw

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