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Hohenhameln Stedum-Bekum: Nachbar rettet bei Großbrand neun Menschen
Kreis Peine Hohenhameln Stedum-Bekum: Nachbar rettet bei Großbrand neun Menschen
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22:21 24.02.2019
Scheune- und Wohnhausbrand in Stedum-Bekum am 23. Februar 2019 Quelle: Feuerwehr/Sebastian Haupt
Stedum-Bekum

Am Samstagnachmittag wurden die Ortswehren Stedum-Bekum und Hohenhameln um 15.38 Uhr zu einem Stallbrand am Bekumer Ring in Stedum-Bekum alarmiert.

Nachbar rettet neun Hausbewohner

„Als die ersten Feuerwehrleute um Einsatzleiter Ingo Klinge eintrafen, waren die neun Bewohner des angrenzenden Wohnhauses glücklicherweise schon von einem Nachbarn gerettet worden“, berichtet der Sprecher der Gemeindefeuerwehren, Sebastian Haupt.

Flammen breiteten sich rasend aus

Die Flammen hätten sich rasend schnell im Dachstuhlbereich zwischen den Gebäuden ausgebreitet, so dass über die Integrierte Leitstelle umgehend Unterstützung angefordert wurde. „Hinzugerufen wurden die Wehren aus Equord, Bierbergen und Ohlum, die gemeinsam mit dem Schlauchwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Peine eine Wasserversorgung von in der Nähe liegenden Teichen herstellten“, erklärt Haupt. Die Wehr aus Mehrum war ebenfalls vor Ort.

Zwei Drehleitern im Einsatz

Zusätzlich alarmiert wurden die Drehleitergruppe der Freiwilligen Feuerwehr aus Peine, die Örtliche Einsatzleitung der Gemeinde Hohenhameln, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, ein Notarzt, die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Hildesheim und die Einsatzleitung des Landkreises Peine.

Der Brand wurde von zwei Drehleitern aus und durch mehrere Trupps am Boden bekämpft. „Ein Betreten der Gebäude war nicht mehr möglich, da die Decken durch das Feuer und das Löschwasser ganz oder teilweise eingestürzt waren“, macht Haupt die Schwierigkeiten deutlich, mit denen die Einsatzkräfte konfrontiert waren. Auf den Dachböden beider Gebäude lagernde große Strohmengen hätten die Löscharbeiten zusätzlich erschwert.

110 Einsatzkräfte

Nach mehreren Stunden wurde laut Haupt der Versorgungszug des Deutschen Roten Kreuzes hinzu alarmiert, um die 110 Einsatzkräfte mit Getränken und Essen zu versorgen. „Das Technische Hilfswerk aus Peine rückte an, um mit Gerüst sichere Zugänge im Mauerwerk zu schaffen, damit effektiv gegen immer wieder aufflammende Brandherde vorgegangen werden konnte. Außerdem wurden mit Hilfe eines Baggers gefahrlos weitere Zugänge geschaffen, um von außen Brände abzulöschen“, berichtet der Pressesprecher.

Brandherde flammten immer wieder auf

Gegen Mitternacht sei das Feuer so weit gelöscht beziehungsweise unter Kontrolle gebracht worden, dass viele Einheiten der Feuerwehr abrücken konnten. Die Ortswehr Stedum-Bekum habe die ganze Nacht hindurch immer wieder aufflammende Brandherde in beiden Gebäuden gelöscht. Am Morgen sei dann die Ortswehr Harber alarmiert worden, um die Kameraden aus Stedum-Bekum abzulösen.

Einsatzleiter Klinge habe in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung entschieden, große Teile beider Gebäude abzureißen, damit auch die restlichen Brandherde abgelöscht werden konnten.

In Stedum-Bekum am Bekumer Weg brannte 15.38 Uhr ein Wohnhaus mit anliegender Scheune voller Stroh. Die Feuerwehr war vor Ort, um den Brand zu löschen. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung.

Nach Angaben von Haupt war der Einsatz am Sonntagnachmittag um 17.09 Uhr beendet.

Autofahrer ignorierten Straßensperrung

Die Polizei forderte Anwohner auf Twitter dazu auf, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Während des gesamten Einsatzes wurde die B 494 voll gesperrt. Diese Absperrungen – auch von der Polizei – wurden allerdings von Hunderten Autofahrern rücksichtslos missachtet“, kritisiert Haupt.

Nach ersten Angaben der Polizei haben im Laufe des Samstagvormittags am Dach des Hauses Reparaturen durch einen Bewohner stattgefunden. Eine Gasflasche sowie ein dazugehöriger Brenner seien an der Stelle, an der das Feuer ausgebrochen ist, gesichtet worden.

Von Kerstin Wosnitza

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