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Hohenhameln Sportvereine machen Front gegen Hallenbad-Schließungs-Vorstoß
Kreis Peine Hohenhameln Sportvereine machen Front gegen Hallenbad-Schließungs-Vorstoß
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06:00 10.11.2018
Mehr als 20 Vertreter von Vereinen und Institutionen machten ihren Unmut gegen den Vorschlag von Heiner Goldbeck deutlich. Quelle: Kerstin Wosnitza
Mehrum

Am Donnerstagabend waren kurzfristig mehr als 20 Vertreter verschiedener Vereine und Institutionen zusammengekommen, um gegenüber der Presse ihre Argumente für das Bad darzulegen.

Eingeladen hatte Mehrums Ortsbürgermeister und SPD-Gemeinderatsherr Jens Böker. „Der organisierte Sport nimmt sich in verantwortungsbewusster Weise sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen an“, sagt er einleitend und mahnte an, dieses nicht zu gefährden. Untermauert wurde dies von den Verantwortlichen der Sportvereine, die das Bad nutzen.

Zahlen sprechen für sich

„Unserem Verein gehören 431 gemeldete Schwimmer an, dazu kommen 140 Menschen, die an der Wassergymnastik teilnehmen“, sagte Heinz Heuer, Vorsitzender des TSV Mehrum. Schwimmtrainerin Meike Dröse-Klemke ergänzte, dass es im TSV derzeit drei Kurse mit insgesamt 36 Kindern gebe, die Schwimmen lernen – weitere 80 stehen auf der Warteliste.

Ulrich Manging vom TSV Hohenhameln kann ähnliche Argumente aus seiner Schwimmsparte vorbringen. „Ich sehe keine Möglichkeit für uns, in ein anderes Bad in angemessener Entfernung auszuweichen“, machte er deutlich. Spartenleiter Frederik Ostwald wies darauf hin, dass immer weniger Jugendliche als sichere Schwimmer gelten können – Tendenz steigend. „Ohne Schwimmbäder können wir dem ganz sicher nicht entgegenwirken“, mahnte er an.

Auch Rheuma-Liga nutzt Bad

Das Bad wird auch von der Rheuma-Liga genutzt. „450 ältere Menschen kommen jede Woche zu unseren Angeboten. Dabei geht es natürlich in erster Linie um die Bewegung, aber fast genauso wichtig sind die sozialen Kontakte“, gibt Uwe Peters zu bedenken.

Ekhard Wenzel, Vorsitzender sowohl des Hallenbad-Fördervereins als auch der Arbeitsgemeinschaft der Hohenhamelner Sport- und Schützenvereine und CDU-Gemeinderatsherr, warnt davor, die Infrastruktur zu zerstören. „Der Förderverein unternimmt seit mehr als zehn Jahren große Anstrengungen, das Bad zu unterstützen und attraktiv zu halten. Wenn es jetzt geschlossen werden soll, fühlen wir uns mit Füßen getreten. Dann darf man sich nicht wundern, wenn sich niemand mehr für solche Ehrenämter findet“, wettert er.

Zudem wirft er ein, dass dieses Thema erst von eineinhalb Jahren ausgiebig diskutiert und vom Rat mit großer Mehrheit verworfen wurde: „Aber das hat Heiner Goldbeck offensichtlich nicht verstanden!“

Im Namen von Realschulleiterin Kathrin Ebert-Garthof vertrat Lehrer Sebastian Hebbelmann, der auch für die SPD im Gemeinderat sitzt, die Position der Schule, die das Hallenbad braucht, um den Anforderungen an den Schulsport nachkommen zu können. Zudem seien die Arbeitsgemeinschaften, die in Kooperation mit dem TSV Mehrum angeboten werden, sehr gut nachgefragt.

Von Kerstin Wosnitza

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