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So häufig kracht es auf der A2 bei Lehrte

Unfallzahlen der Polizei So häufig kracht es auf der A2 bei Lehrte

Nach den schweren Lkw-Unfällen in der vergangenen Woche fragen sich viele Autofahrer, wie gefährlich der Baustellenbereich auf der A 2 bei Hämelerwald wirklich ist. Ein Aufstellung der Polizei zeigt, dass es hier fast täglich Unfälle gibt.

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Auf der A 2 bei Hämelerwald häufen sich die Unfälle. Am Montag starb bei einer Karambolage ein Lastwagenfahrer.
 

Quelle: Archiv

Hämelerwald. Auf der Autobahn 2 im Bereich der Baustelle bei Hämelerwald gibt es statistisch fast täglich einen Auffahrunfall. Das geht aus Zählungen der Polizeidirektion Hannover hervor. Seit die Baustelle am 12. September eingerichtet wurde, hat es dort schon mehr als 100 Mal gekracht. In fast allen Fällen hätten Lastwagen- oder Autofahrer das Stau-Ende falsch eingeschätzt, erläutert eine Polizeisprecherin.

Die Baustelleneinfahrt in Fahrtrichtung Berlin ist die gefährlichere: Dort gab es vom 12. September bis 31. Dezember 2017 exakt 59 Auffahrunfälle mit zwölf Leichtverletzten. In Fahrtrichtung Dortmund zählte die Polizei 42 Karambolagen mit sechs Leicht- und einem Schwerverletzten. Insgesamt hat es auf der A 2 bei Lehrte also innerhalb von 111 Kalendertagen exakt 101 Auffahrunfälle gegeben.

Eine Übersicht über die Unfälle seit dem Jahreswechsel gibt es nicht. Ob der Autobahnabschnitt bei Hämelerwald und Lehrte tatsächlich der gefährlichste Deutschlands ist, wie es Hämelerwalds Politiker in einem Brief andeuten, ist nur schwer zu sagen.

Dazu müsste es kleinteilige Auswertungen für jeden kleinen Autobahnabschnitt in Deutschland geben, sagt die Polizeisprecherin. Das sei nicht zu leisten.

Bei schweren Unfällen am Montag- und Dienstagmorgen hatte es einen Toten und zwei Schwerverletzte gegeben ( PAZ berichtete). Jeweils waren Lkw auf das Stau-Ende vor der Baustelle im Bereich Lehrte-Ost aufgefahren. Die Unfallstellen befanden sich jeweils nur einige 100 Meter westlich der Anschlussstelle Hämelerwald.

Landesbehörde für Straßenbau reagiert auf Kritik

Auf die Kritik an der Baustellenplanung hatte die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover reagiert. „Schuld an den Unfällen ist nicht die Baustelle, sondern der Mensch“, sagte Behördenchef Friedhelm Fischer. Auslöser für die Vielzahl der teils folgenschweren Karambolagen am Stau-Ende seien die mitunter haarsträubenden Fahrlässigkeiten am Lenkrad der Lastwagen. Unaufmerksamkeit und zu geringer Sicherheitsabstand seien nur die vordergründigen Auslöser der Unfälle.

„Der überwiegende Teil der Unfälle wird von Lastwagenfahrern nicht deutscher Herkunft verursacht. Wir kriegen das Problem mit den Unfällen nur in den Griff, wenn auch für sie strengere Bedingungen gelten“, meint Fischer.

Auf die hohe Zahl an Unfällen mit Lkw-Beteiligung auf der A 2 hatte auch die Polizei in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen. Auf dem gesamten A 2-Abschnitt im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover war im Jahr 2016 an fast jedem zweiten der insgesamt 2417 Unfälle ein Lkw beteiligt. An 788 Unfällen hatten Lkw-Fahrer Schuld. Besonders häufig krachte es während der Baustellenzeit. Die Gesamtzahlen für 2017 stellt die Polizeidirektion erst im März vor.

Von Achim Gückel und Frerk Schenker

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