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Selbst gedichtete Ständchen sind bei den "Thekenflütschen" Tradition

Equord Selbst gedichtete Ständchen sind bei den "Thekenflütschen" Tradition

Equord. Seit 1998 singen die Equorder Thekenflütschen zusammen. Seitdem ist der Männerchor von vier Gründervätern auf 16 Sänger angewachsen.

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Seit 1998 singen sie zusammen – und haben immer noch viel Spaß dabei: Die Thekenflütschen aus Equord.

Quelle: sz

Einmal wöchentlich füllt sich der Saal des ehemaligen Gasthauses „Zur Post“ mit prallem Leben. Dann proben die stimmgewaltigen Männer zwischen 40 und 60 Jahren für ihren nächsten Auftritt.

Heute geht es um ein trockenes Thema: das Steuerwesen. Ein Freund von Werner Müller, von Beruf Steuerberater, soll zu einem runden Geburtstag besungen werden. Lothar Weihrauch und Walter Steinmann, die beiden Texter der Männergruppe, haben den Schlager „Immer wieder sonntags“ umgedichtet und dafür Details aus dem Leben des Jubilars verwendet.

Begonnen hat die Geschichte der Thekenflütschen kurz vor dem 40. Geburtstag von Helmut Butkay: „Wir haben an der Theke zusammengestanden und rumgelästert, und dabei ist uns der Gedanke gekommen, ob wir ihm nicht was singen wollen“, erinnert sich Werner Müller. Die Ständchen zu Geburtstagen und Jubiläen wurden mit der Zeit zur Tradition. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten die vier Gründungsmitglieder - neben Müller waren das Friedrich Klingebiel, Werner Sylla und Gilbert Plumeyer, der heute aber nicht mehr dabei ist - bei der Gemeindeversammlung im Februar 1999 im Dorfgemeinschaftshaus. „Da haben wir schon einheitliche Kleidung getragen“, erinnert sich Müller, „Kreissägen mit rotem Band, weißes Hemd mit roter Fliege und schwarze Hose.“

Der Name Thekenflütschen entstand nebenbei. Flütschen bezieht sich aber nicht auf „flutschen“ im Sinne von „gelingen“, sondern eher auf „pfeifen, singen“ wie im plattdeutschen „Flötjepiepen“.

Trockene Themen wie Steuerberatung sind bei den Liedern übrigens die Ausnahme. Seit 2005 Lothar Weihrauch dazugestoßen ist, der zuvor 45 Jahre mit der Band „Newborn“ auf Tour war, wird oft mehrstimmig und immer mit Keyboard-Begleitung gesungen. Dann erklingen feuchtfröhliche Kneipen- und Schützenfestlieder wie „Die Hände zum Himmel“, „Die Vögelein vom Titicacasee“ und „Kling Gläschen klingelingeling“, und aus dem Schlager „Alice“ wird das Pausenlied der Thekenflütschen. Der Refrain lautet: „Es ist schwer - warum kriegen wir denn hier kein Härke?“

sz

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