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Hohenhameln Schwelbrand in der Zuckerfabrik
Kreis Peine Hohenhameln Schwelbrand in der Zuckerfabrik
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23:42 11.05.2009
Nur mit schwerem Atemschutz gelangten die Wehrleute zum Brandherd. Quelle: Feuerwehr
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Hohenhameln-Clauen. Feuer in der Zuckerfabrik Clauen: 6 Uhr ist es, als gestern die Helfer der freiwilligen Wehren aus Hohenhameln und Clauen auf dem Weg zur Zuckerfabrik sind. Die Einsatzkräfte sehen viel Rauch, aber keine Flammen. Vorsichtshalber alarmiert Einsatzleiter Lars Kunz aus Hohenhameln noch die Wehren aus Soßmar und Mehrum. Er will ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort haben.

Fest steht zu diesem Zeitpunkt nur, der Brandherd muss sich im Pelletsilo befinden. Dort hatte ein Mitarbeiter den Rauch bemerkt. Pellets entstehen aus dem gepressten und getrockneten Mark der Rübe. Sie dienen als Futtermittel. Nach dem Brand werden die Pellets nicht mehr verkauft, sagt Nordzucker-Sprecherin Tanja Schneider-Diehl.

Laut Feuerwehrsprecher Heinrich Boes dauert es 30 Minuten bis die Wehrleute eine Quadratmeter große Brandfläche auf dem Boden des fast leeren Silos finden. Das Feuer ist schnell gelöscht. Der dichte Rauch verschwindet nicht. Ein Hochleistungslüfter hilft ihnen, sich einen Überblick zu verschaffen. Ganz oben im Silo glimmt eine etwa 20 Zentimeter dicke Staubschicht. Teilweise fallen Stücke davon herab auf den Hallenboden. Sie drohen die restlichen Pellets zu entzünden.

Also müssen die Rübenschnipsel aus dem Silo gebracht werden. Es sind noch etwa 100 Tonnen. Die Pellets können sich zusammen mit dem Löschwasser zu einer dicken schwarzen Soße verbinden.

Nun gelingt es den Einsatzkräften, die glimmende Schicht zu löschen. Um 9 Uhr schickt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ernst Ebeling die ersten Wehrleute nach Hause. Um 10.30 Uhr ist der Einsatz für die freiwilligen Wehren beendet. Währenddessen suchen Mitarbeiter der Zuckerfabrik nach weiteren Glutnestern. Sie finden nichts mehr. Die Hohenhamelner Ortswehren haben ganze Arbeit geleistet. Als Brandursache stellt der stellvertretende Werksleiter Erich Strelau einen technischen Defekt an der Elektrik fest. Den Schaden schätzt er auf 50.000 Euro. Im Einsatz waren 46 Feuerwehrleute.

Thorsten Pifan

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