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Neuer Verein unterstützt Senioren im Alltag

Hohenhameln Neuer Verein unterstützt Senioren im Alltag

Hohenhameln. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben - das wünschen sich viele Senioren. Unterstützung bekommen sie bald von einem neuen Verein: Dessen Mitglieder helfen ehrenamtlich zum Beispiel beim Wäschewaschen, beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen.

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In der eigenen Wohnung alt werden: Das will der Verein „Hand in Hand“ ermöglichen. Die Mitglieder unterstützen Senioren bei Papierkram und Hausarbeit oder leisten einfach Gesellschaft.

Quelle: A/epd

Der Bedarf ist da - das haben die acht Initiatoren des Generationenhilfe-Vereins „Hand in Hand“ inzwischen schwarz auf weiß. Um herauszufinden, wer sich Hilfe wünscht und wer sich ehrenamtlich engagieren würde, hatten sie in Hohenhameln Fragebögen verteilt (PAZ berichtete). Aus allen Ortschaften der Gemeinde haben sie Rückmeldungen bekommen. „Die Umfrageergebnisse bestärken uns sehr“, sagt Marlis Söhlke.

Beim Auswerten der Antworten wurde klar: Am häufigsten wünschen sich die Senioren kleine Helfer im Alltag. Jemanden, der mal eine Lampe auswechselt, wenn man selbst nicht mehr auf die Leiter steigen kann, der Gardinen aufhängt, einen Brief tippt oder die Wäsche erledigt, der mit zum Einkaufen kommt oder einfach Gesellschaft leistet.

„Professionelle Handwerker sind nicht durch Mitglieder des Vereins zu ersetzen, das ist klar“, sagt Gisela Grote. „Das Ziel der Generationenhilfe ist, Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Arbeiten zu organisieren, damit jeder möglichst lange im gewohnten Umfeld selbstbestimmt leben kann.“ Auch, wer nur zeitweise Hilfe braucht - etwa nach einem Krankenhausaufenthalt - soll sie bei den Vereinsmitgliedern bekommen.

Noch zum Ende dieses Jahres will der Verein die Arbeit aufnehmen, das ist das ehrgeizige Ziel der Initiatoren. „Allerdings sind noch viele Dinge im Vorfeld zu erledigen“, betont Grote. „Eine Satzung ist in Vorbereitung, die Gemeinnützigkeit muss mit dem Finanzamt abgestimmt werden, versicherungsrechtliche Fragen sind zu klären und einiges mehr.“

Ein Termin steht allerdings schon fest: Am Donnerstag, 18. Oktober, gibt es ab 19 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung über die Ziele und Aufgaben des geplanten Vereins im Hohenhamelner Dorfgemeinschaftshaus.

Interessierte Personen, die an der weiteren Planung und Vorbereitung der Vereinsgründung mitarbeiten möchten, sind zum nächsten Treffen des Projektteams herzlich eingeladen: Es beginnt am Dienstag, 21. August, um 20 Uhr im Pfarrhaus in Clauen. Wer Fragen hat, kann sich an Marlis Söhlke unter Telefon 05128/291 und an Gisela Grote unter Telefon 05128/8205 wenden.

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Gutes Beispiel für gesamte Region

Unterstützt wird das Generationenhilfe-Projekt „Hand in Hand“ auch von der ILEK-Börderegion und Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig. Er freut sich über die Bereitschaft der Bürger, sich aktiv in einem Hilfeverein einzubringen: „Dieses Projekt kann einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Demografiebewältigung leisten“, lobt er. Mit der Gründung des Hohenhamelner Vereins soll der erste Schritt gemacht werden, langfristig könnte das Beispiel dann in der gesamten Börderegion Schule machen – also auch in den Nachbarkommunen Harsum, Algermissen und Sehnde. Godehard Kraft, der Vorsitzende des Arbeitskreises Demografie, bestätigt: „Erste Rückmeldungen zeigen, dass es in der gesamten Region interessierte Bürger gibt.“

Nach Vorstellung der Vereinsgründer sollen die Helfer ein Honorar für ihre Arbeit bekommen. Das können sie sich auszahlen oder auf einem Stundenkonto gutschreiben lassen, um später selbst Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Das Konzept kommt an: „Die Bereitschaft, anderen zu helfen und damit Vorsorge für Zeiten zu treffen, in denen man selbst Hilfe braucht, ist groß – sowohl bei Männern als auch bei Frauen“, sagt Gisela Grote.

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