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Hohenhameln Musikerin aus Mogilew bedankt sich mit Konzert für Gastfreundschaft
Kreis Peine Hohenhameln Musikerin aus Mogilew bedankt sich mit Konzert für Gastfreundschaft
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12:00 22.08.2018
Kira Grishchenko (links) hat als Kind in Harber „Urlaub vom verstrahlten Alltag“ gemacht. Nun ist sie Musikerin und möchte sich mit einem Auftritt der Camerata Vocal Group bedanken. Quelle: privat
Clauen

Auf einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen können sich Musikfans in der Region freuen: Am Dienstag, 28. August, kommt mit der Camerata Vocal Group aus Minsk Weißrusslands wohl beste Vocal-Band nach Clauen.

Ebenso schön wie die Musik ist der Hintergrund dieses Konzerts: Sängerin Kira Grishchenko aus Mogilew durfte sich nach der Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl im Peiner Land erholen und möchte sich auf diesem Weg dafür bedanken.

Im April 1986 explodierte ein Kernreaktor im Werk Tschernobyl in der Ukraine. Die freigesetzten radioaktiven Stoffe kontaminierten infolge radioaktiven Niederschlags massiv die Region nordöstlich von Tschernobyl, in der rund 350 Kilometer vom Reaktor entfernt die weißrussische Stadt Mogilew liegt.

Hohenhameln wurde zur zweiten Heimat

In den Folgejahren verbrachten unter dem Motto „Urlaub vom verstrahlten Alltag“ zahlreiche Kinder aus Mogilew Ferien in der Region Peine. Kira Grishchenko war Gast bei den Eheleuten Christian und Heide Zierenberg in Harber. Für Kira ist Harber und damit Hohenhameln damals zu einer zweiten Heimat geworden.

Inzwischen hat die junge Frau brillante Abschlüsse an der Musikakademie in Minsk abgelegt und ist Mitglied der Camerata Vocal Group, die begeisternde Auftritte in 14 Ländern absolviert hat und derzeit in Frankreich auf Tournee ist.

„Nun möchte sie mit diesem Ensemble die damals erfahrene Fürsorge dankbar mit ihren Möglichkeiten zurückgeben. Deshalb machen die Musiker auf ihrer Rückreise von Frankreich nach Weißrussland in der Gemeinde Hohenhameln Station und geben dieses hochkarätige Konzert“, sagt der ehemalige Musiklehrer Helmut Lange, der die einstigen Gasteltern gut kennt und die Veranstaltung moderieren wird.

Die Camerata Vocal Group

Das Ensemble gastiert am Dienstag, 28. August, ab 19 Uhr in der Clauener Kirche. Zu erwarten ist A-Capella-Gesang der Extraklasse: Alle sieben Mitglieder der Gruppe haben in Russland oder Weißrussland an Musikhochschulen studiert. Nur mit den Stimmen – ohne irgendwelches Instrumentarium – werden vokale Musikkunstwerke geschaffen. In ihrem Programm nehmen Stücke wie „Go down, Moses“ oder „Mambo Swing“ einen kontrastreichen Platz ein gegenüber dem mexikanischen Liebeslied „Besame Mucho“ oder einem „Credo“ von Tschaikowsky ein.

Ihre Verbeugung vor dem deutschen Publikum macht Camerata am Konzertende mit dem Johann-Strauß-Walzer „Donau so blau“. Selbst eine Zugabe haben sie schon festgelegt: Rachmaninovs „Te deum“.

Seit 1993 ist Camerata die offizielle Musikgruppe der Belorussischen Staatlichen Philharmonie Society und seit dem vergangenen Jahr „Verdientes Kollektiv der Republik Belarus“.

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