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Mehrumern stinkt es gewaltig

Hähnchenmast Mehrumern stinkt es gewaltig

Hähnchenmast-Anlage, Kompostwerk, Biogas-Anlage – den Mehrumern stinkt es mittlerweile ganz gewaltig in ihrer Ortschaft. Diesem Ärger haben am Sonnabend einige Bürger während der Gemeindeversammlung Luft gemacht.

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Bei der Versammlung in Mehrum waren mehr als 100 Besucher zur Gemeindeversammlung gekommen.

Quelle: Thorsten Pifan

Hohenhameln-Mehrum. Sie wollen nicht noch mehr Belastungen und fordern ein Ende der Ansiedlungen von Industrie- und Gewerbe rund um die Ortschaft. Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) sieht die Entwicklung mit einem weinenden Auge – er kann den Ärger der Bürger verstehen, wenn es im Dorf unangenehm riecht. Doch auf der anderen Seite hat er auch ein lachendes Auge – das blickt auf die Steuereinnahmen der Gemeinde. Die sind angesichts der leeren Kassen dringend nötig.

Mehr als 100 Gäste begrüßte Ortsbürgermeister Winfried Selke (SPD) bei der Versammlung. Auch etliche Besucher aus Hämelerwald und sogar aus Salzgitter waren gekommen. Sie waren einem anonymen Einladungsschreiben gefolgt, um dort zu demonstrieren, was Selke extrem befremdete. Er erklärte den Besuchern, dass sich die Versammlung mit Angelegenheiten des Ortes beschäftige und es nicht ausdrücklich um die Hähnchenmast ginge. Da zogen die Besucher wieder ab.

Bei der Versammlung nahm der geplante Hähnchenmastbetrieb dann doch einen großen Raum ein. Ortsratsmitglied Günter Hesse (SPD) erläuterte einen Neun-Punkte-Antrag an den Landkreis, in dem Forderungen zur Genehmigung der Anlage gestellt werden. Dieser Antrag ist mittlerweile von der Gemeinde an den Landkreis weitergeleitet worden, ergänzte Erwig.

Hesse, der gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag ist, erklärte zudem, dass zurzeit geprüft werde, inwieweit künftige Anlagen im Landkreis mit einer Raumplanung verhindert werden können. Ob das möglich ist, stehe noch nicht fest. Sicher ist aber, dass die bereits beantragten Anlagen von solch einer Raumordnungsplanung nicht mehr beeinflusst werden können.

Selke sagte, dass der Abwasserkanal in Teilen der Ortschaft total marode sei und ersetzt werden müsse. Deswegen fänden zum Beispiel auf der Straße An der Trift Kanaluntersuchungen statt. Die Pläne zum Neubau sollen bei der nächsten Ortsratssitzung vorgestellt werden.

Thorsten Pifan

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