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Hohenhameln Mehrum: Dorfentwicklung ist großes Thema
Kreis Peine Hohenhameln Mehrum: Dorfentwicklung ist großes Thema
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21:43 14.02.2016
Gut besucht war die Gemeindeversammlung in Mehrum. Quelle: nic

Ortsbürgermeister Jens Böker und der stellvertretende Bürgermeister Uwe Semper berichteten über die wichtigsten Ereignisse aus Ort und Gemeinde. Ergänzt wurden die Informationen durch Flüchtlingsbetreuer Achim Meyer und Heimatpfleger Hans Tewes Schadwinkel.

Den Auftakt machte Semper, der über den Gemeindehaushalt berichtete. „Trotz sinkender Gewerbesteuereinnahmen mussten wir keine neuen Investitionskredite aufnehmen und nur die Liquiditätskredite erhöhen. Der Schuldenstand liegt bei 3,1 Millionen Euro. Im Haushalt bewegen wir dieses Jahr rund 13,5 Millionen Euro. Unser Guthaben beträgt 29 Millionen Euro“, führte er aus und versprach, dass keine Steuererhöhungen geplant seien.

Auch das Thema Flüchtlinge griff Semper auf. In der Gemeinde seien derzeit 118 Personen dezentral untergebracht, davon einige auch in Mehrum. Bis Ende 2016 sollen es insgesamt 240 Menschen werden. „Dafür brauchen wir nach wie vor Wohnungen und Häuser. Wer etwas anbieten kann, soll sich bei der Gemeinde melden“, so Semper.

Flüchtlingsbetreuer Achim Meyer ergänzte das Thema um Informationen zur Struktur der Flüchtlinge in der Gemeinde. „Die meisten stammen aus Syrien, dem Irak und dem Iran, wenige aus Afrika. Flüchtlinge aus den Balkanstaaten kommen kaum noch“, erklärte er. Da kein Ende der derzeitigen Entwicklung absehbar sei, wünsche er sich eine langfristige Planung, wie damit umzugehen sei sowie Aufgeschlossenheit den Menschen gegenüber.

Aus seiner Arbeit berichtete der Heimatpfleger. Aktuelle Idee ist die Erstellung einer Ortschronik in Bildern zunächst in elektronischer Form, später eventuell auch als Buch. Schadwinkel rief alle auf, Bilder aus der Geschichte des Dorfes zu liefern.

Abschließend ließ der Ortsbürgermeister das vergangene Jahr Revue passieren. Zahlreiche Ausflüge wie etwas zur Braumanufaktur Härke, zur Bolzumer Schleuse und zur Firma Steinbach gab es ebenso wie Feiern und Feste im Ort. Auch für 2016 sei wieder einiges geplant, unter anderem das Dorffest am 3. September.

Besonderes Augenmerk legte Böker auf die Diskussion um ein Testfeld mit Windenergieanlagen nordwestlich des Ortes. „Das sehe ich kritisch, nicht nur wegen der Beeinträchtigung der Wohnqualität, sondern auch wegen der negativen Folgen auf Rotmilane, Eulen, Kraniche und Fledermäuse.“ Ebenso schwierig erachte er die Planungen zur Erweiterung und Erneuerung der bereits bestehenden Windräder.

Positives gab es hingegen aus der Dorfentwicklung zu berichten. Hier haben sich fünf Arbeitsgruppen gebildet, die sich nun gemeinsam mit Equord und Soßmar um verschiedene Projekte kümmern.

nic

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