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Mehr Anbauflächen nach Ende der Zuckerquote

Clauen Mehr Anbauflächen nach Ende der Zuckerquote

Nach dem Ende der Zuckerquote scheint der Zuckermarkt deutlich in Bewegung zu kommen. Das betrifft auch die vielen Rübenanbauer im Kreis Peine und das Unternehmen Nordzucker, das die Zuckerfabrik in Clauen betreibt.

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Rübenverarbeitung in Clauen: In Niedersachsen wurden nach dem Wegfall der Zuckerqute die Anbauflächen erhöht.

Quelle: dpa

Clauen. Die Zuckererzeugung der EU dürfte sich in der aktuellen Kampagne um gut 20 Prozent auf 20,1 Millionen Tonnen Zucker erhöhen. Diese Daten nennt der Landvolk Pressedienst und beruft sich auf aktuelle Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums. Damit entfallen knapp zehn Prozent der weltweiten Zuckererzeugung auf die EU. Niedersachsen steuert hierzu knapp zehn Prozent der Erzeugung bei.

An der Zuckererzeugung aus Zuckerrüben sind die europäischen Rübenanbauer mit 50 Prozent beteiligt, der Löwenanteil der weltweiten Zuckererzeugung basiert allerdings auf Zuckerrohr als Ausgangsbasis.

Deutliche Folgen wird die Freigabe des Zuckermarktes auf die Ex- und Importbilanzen haben. Hier dürfte Brasilien als weltweit größter Erzeuger auch im Export weiter seine dominierende Position behalten und weiter ausbauen. Damit ist das Exportvolumen des südamerikanischen Landes aber um ein Vielfaches größer als die der EU-Erzeuger.

Doch auch hier wird ein Anstieg (von 1 550 auf 2 500 Millionen Tonnen in 2017/18) erwartet. Im Gegenzug sehen Analysten für die EU einen deutliche Rückgang auf der Importseite voraus. Dies dürfte insbesondere zu Lasten der ohnehin schon wenig entwickelten Länder gehen, mit denen die EU bislang Abnahmegarantieren für Rohzucker vereinbart hatte.

Die Zuckerrübenernte auf den niedersächsischen Feldern neigt sich langsam dem Ende, wurde aber wie alle Feldarbeiten witterungsbedingt immer wieder behindert und verzögerte sich (PAZ berichtete). In langen Feldmieten warten nun die letzten Rüben auf die weitere Verarbeitung in den Fabriken. Bis in den Januar hinein werden diese mit ihren weißen Rauchschwaden noch Zeichen ihrer Arbeit setzen.

Niedersachsens Rübenanbauer haben die Anbaufläche 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht ausgedehnt. Nicht alle Rüben werden zu Zucker verarbeitet, einige wandern als Energierüben auch in die Biogasanlagen oder werden zu Ethanol verarbeitet.

Von Kerstin Wosnitza

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