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Marodes Holz unter Kupferplatten

Hohenhameln Marodes Holz unter Kupferplatten

Stolz überragen sie Hohenhameln, die Doppeltürme der evangelischen St.-Laurentius-Kirche: Aber das imposante Erscheinungsbild trügt. Die Schäden am Holz und der kupfernen Abdeckung sind größer als erwartet. Pastor Hans Schweda schätzt die Sanierungskosten auf etwa eine Million Euro.

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Sanierungsbedürftig: Die Doppeltürme der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln.

Quelle: im

Hohenhameln. Aus dem Stand ist das nicht zu schaffen: Die Sanierung der beiden 45 Meter hohen Spitztürme der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln wird voraussichtlich eine Million Euro kosten. „Wir hatten gedacht, dass die Arbeiten schon im Sommer beginnen könnten“, sagte Pastor Hans Schweda, „aber die Schäden sind gravierender als gedacht.“ Mit einer neuen Kupfereindeckung wie noch vor einem Jahr geplant, ist es jetzt nicht mehr getan: Das Holz unter den Platten ist zu marode.

Immerhin: Der Pastor geht davon aus, dass zumindest ein Turm noch in diesem Jahr saniert werden kann. Die Experten haben sich den Holzaufbau genau angesehen und festgestellt, dass dort mehr im Argen liegt, als ursprünglich vermutet. Wie Schweda sagte, könnte der zweite Turm im kommenden Jahr in Stand gesetzt werden. Die Landeskirche werde „den allergrößten Teil der Kosten übernehmen“. Der Rest bliebe dann wohl für die Gemeinde. „Vermutlich bekommen wir wieder eine Kupfereindeckung der Türme“, vermutete der Pastor, die Planungen liefen noch. Bis Ende der 50er-Jahre waren die Türme mit Schiefer eingedeckt – aber wohl nicht, wie es wünschenswert gewesen wäre.

Bereits im Januar 2008 hatten die Hohenhamelner die Türme unter die Lupe genommen: Große Kupferplatten hatten sich gelöst, Dachdeckermeister Ulrich Dornbusch hatte Nothilfe geleistet. Mit einem 100-Tonnen-Kran, an dem ein Arbeitskorb befestigt war, hatten sich seine Mitarbeiter in die Höhe hieven lassen, um mit Akku-Bohrer und -schrauber die Schaare, so heißen die Blechplatten, wieder zu befestigen.

Doch die Falze der einzelnen Platten hatten sich so weit auseinander gezogen, dass Feuchtigkeit eindringen konnte. Ein Umstand, den Schweda auch schon bei der Schiefereindeckung vor 50 Jahren vermutete. „Das Holz unter den Platten wird feucht und beginnt zu modern“, hatte er gesagt.

Mittlerweile waren viele Bauarbeiten an der 231 Jahre alten St.-Laurentius-Kirche notwendig und wurden im Laufe der Jahre mit erheblichen Belastungen für die Gemeindemitglieder erledigt. Aber es gibt noch mehr zu tun: Etwa 100 000 Euro wird die Außensanierung des Gotteshauses kosten, die großen Fundamentblöcke aus Sandstein bröckeln und müssen saniert werden.

Die 1778 erbaute evangelische St.-Laurentius-Kirche ist das Wahrzeichen von Hohenhameln. 1967 erfolgte die Renovierung der barocken Bruchsteinkirche. Schmuckstücke neben dem prächtigen Altar sind die vier rechteckigen Deckengemälde von Gregor Winck. Sie zeigen von Westen nach Osten die Geburt Christi, Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt. Im Dezember 2007 war der aufwändig restaurierte Altar der Öffentlichkeit vorgestellt worden, für 21 000 Euro hatte der Worpsweder Restaurator Paul-Uwe Dietzsch den Tisch Gottes in seiner alten Farbgebung von 1778 wieder hergestellt.

Michael Schröder

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