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Litauischer Minister zu Gast in Zuckerfabrik

Hohenhameln Litauischer Minister zu Gast in Zuckerfabrik

Clauen. Den litauischen Landwirtschaftsminister Kazimieras Starkevicius hat Landwirtschaftsminister Gert Lindemann in Niedersachsen empfangen. In diesem Zusammenhang hob Lindemann die seit 14 Jahren andauernde vertrauensvolle Kooperation zwischen Niedersachsen und Litauen hervor. Gestern besuchten die beiden Minister die Zuckerfabrik in Clauen.

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Delegation mit Gastgebern und Gert Lindemann (4.v.l.) und Kazimieras Starkevicius (3.v.r.).

Quelle: oh

Im vergangenen Jahr hatte der niedersächsische Landwirtschaftsminister bereits das Nordzucker-Tochterunternehmen Nordic Sugar im litauischen Kedainiai kennen gelernt. Die Zuckerproduktion nimmt sowohl in Litauen als auch in Niedersachsen eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft ein.

Dr. Niels Pörksen, Vorstand Agrarwirtschaft der Nordzucker AG, begrüßte die beiden Minister in Clauen. Bei ihrem Rundgang durch das Werk und im Rahmen der Gespräche stand zunächst die Zuckermarktordnung im Vordergrund. „Niedersachsen bemüht sich um eine Verlängerung der Zuckerquote bis 2020, um Planungssicherheit für die Zuckerfabriken und Anbauer zu schaffen“, so Minister Lindemann. Dennoch dürfe durch die Marktordnung keine einseitige Bevorteilung entstehen. Extreme Preisspitzen auf dem europäischen Binnenmarkt sollten durch die bestehenden Instrumente zur Marktregulierung stärker gedämpft werden. Bei den derzeitigen Regelungen zum Außenhandel dürfen hingegen keine Kompromisse eingegangen werden, so Lindemann.

Auch die anstehende Agrarreform der EU war Thema der Gespräche. Landwirtschaftsminister Lindemann machte deutlich, dass ein nachhaltiges, intelligentes und integratives Wachstum in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum Europas wichtig sei. Das bedeute jedoch nicht, dass man mit allen Vorschlägen der EU-Kommission übereinstimme. Insbesondere der Vorschlag, sieben Prozent der Acker- und Dauerkulturflächen als ökologische Vorrangflächen weitgehend stillzulegen, werde nicht unterstützt. Minister Lindemann: „Auf Deutschland bezogen hieße das, die gesamte Ackerfläche des Landes Baden-Württemberg quasi aus der Produktion zu nehmen. Das ist deutlich zu viel, und ich halte das im Hinblick auf die jetzt schon extreme Flächenknappheit nicht für vertretbar.“

wos

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