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Hohenhameln Landkreis: Kuhteich darf verfüllt werden
Kreis Peine Hohenhameln Landkreis: Kuhteich darf verfüllt werden
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20:00 30.07.2018
Der Kuhteich in Equord soll nach Planungen des Landkreises als Bauland genutzt werden. Quelle: Landkreis Peine
Hohenhameln

Bereits im Jahr 2015 hat der Besitzer beim Landkreis Peine eine Bauvoranfrage gestellt. Darin ging es darum, den Kuhteich zuzuschütten und das Grundstück in Bauland umzuwandeln.

Die Gemeinde Hohenhameln wurde, wie es das Recht vorsieht, dazu gefragt und hat eine negative Stellungnahme abgegeben. „In unseren Plänen für das entsprechende Gebiet ist ein Teich vorgesehen“, teilte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig seinerzeit mit. Es sei nicht vorgesehen, an dieser Stelle Bauland auszuweisen. Man sei der Meinung, dass der Kuhteich prägend für das Ortsbild von Equord ist.

Obwohl die Gemeinde Hohenhameln ihr sogenanntes Einvernehmen zur Bauvoranfrage nicht erteilt hat, hat der Landkreis die Bauvoranfrage positiv beschieden. „Das Einvernehmen ist rechtlich begründet durch einen Verwaltungsakt des Landkreises Peine ersetzt worden. Somit kann die Bauvoranfrage beschieden werden“, sagt der Kreisrat für Bauen, Umwelt- und Verbraucherschutz, Wolfgang Gemba, auf Nachfrage.

Verschiedene Einschätzungen

Konkret bedeutet das, dass der Landkreis zu einer anderen Einschätzung als die Gemeinde gekommen ist und diese quasi überstimmt hat. „Der Eigentümer ist berechtigt, mit seinem Eigentum im Rahmen von Recht und Ordnung nach seinem Belieben umzugehen“, begründet Gemba.

Der Eigentümer habe nun die Möglichkeit, einen Bauantrag zu stellen, zu dem dann wiederum die Gemeinde gehört werden muss. „Auch da werden wir unsererseits sicher wieder ablehnen“, sagt Erwig.

Der Kuhteich

Seit mindestens 150 Jahren prägt der Kuhteich das Ortsbild von Equord, denn er ist bereits in den Karten der Gaußschen Landesaufnahme von 1827 bis 1861 verzeichnet (siehe unten). Nach Aussage der Bügerinitiative für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln ist kaum ein Stillgewässer im Landkreis Peine so alt wie dieser Teich.

Der Brand auf der Mülldeponie

In der Nacht zum 18. September 2013 brannte eine Lagerhalle der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) auf dem Gelände in Stedum, in der vor allem gelbe Säcke gelagert waren. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren in dieser Nacht im Einsatz.

Drei Tage dauerte es, bis die Feuerwehr auch die letzten Brandnester gelöscht hatte. Der Schaden entstand laut Brandermittler durch Selbstentzündung. Mit dem Ende der Löscharbeiten war der Fall noch lange nicht abgeschlossen: Verschmutztes Löschwasser war in zwei Teiche geflossen, beide „kippten um“ und begannen zu stinken, es starben Tausende Fische – ein Umweltdrama für den 850-Seelen-Ort.

Beim Teich am Gillweg wurde schnell reagiert: Das Wasser wurde abgepumpt und der Schlamm ausgebaggert. Beim Kuhteich lag die Sache anders. Es gab einen monatelangen Streit zwischen dem Besitzer und der PEG. Es hieß, der Teich sei schon vorher in einem schlechten Zustand gewesen.

Von Kerstin Wosnitza

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