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„La Signora“ entfachte Comedy-Feuerwerk

Kleines Theater in Hohenhameln „La Signora“ entfachte Comedy-Feuerwerk

Kaum ein Auge blieb trocken, als im ausverkauften Kleinen Theater in Hohenhameln La Signora auftrat. Die Tochter italienischer Einwanderer besann sich in ihrer Bühnenfigur ihrer italienischen Wurzeln und entfaltete auf der Bühne, sei sie auch noch so klein, ihr südländisches Temperament.

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Carmela De Feo alias La Signora sorgte beim Hohenhamelner Publikum für zahlreiche Lacher und griff auch zwischendrin mal zum Akkordeon.
 

Quelle: Antje Ehlers

Hohenhameln.  Dies bekam auch vom ersten Augenblick an das Hohenhamelner Publikum zu spüren. Von Anfang an entwickelte sich eine Interaktion, welche oftmals auch von einzelnen Gästen ausging, somit teilweise zu Irritationen der Künstlerin führte und den Abend für beide Seiten zu einem Erlebnis machte.

„Man nennt mich La Signora – und ich bin eine Frau“, ließ Carmela De Feo ihr Publikum wissen. „Aber nicht irgendeine Frau. Ich weiß genau, was ihr wollt. Ich bin die Fleisch gewordene Erotik, das Kotelett of love“, hauchte sie mit verruchter Stimme ins Publikum, welches sofort in den Bann gezogen war und sämtliche Pointen mit Gelächter und Beifall belohnte.

Dabei trug La Signora ein schwarzes, langes und eng anliegendes Kostüm mit einem nach hinten gerichteten Dutt und über die Stirn gezogenem Haarnetz. Mit ihrem Aussehen erinnerte sie eher an eine gestrenge Gouvernante des letzten und vorletzten Jahrhunderts denn an eine Frau, die weiß, was es mit dem Liebesleben und den geheimen Wünschen der Frauen (und Männer) auf sich hat. Dennoch ließ sie es sich als studierte Akkordeonista nicht nehmen, ihr Instrument mal zärtlich, mal brutal quälend in das Programm mit einzubeziehen, wenn sie eigene Texte mit bekannten Melodien vertonte oder eigene Stücke zum Besten gab. Dabei bewegte sie sich von derber Frivolität bis hin zu erotischer Romantik - auch tänzerisch verlieh sie ihrer Rolle vielschichtig Ausdruck und überraschte immer wieder.

Ob ein Liebeslied an das Fahren auf der Autobahn, die Vorstellung, was aus Elvis geworden wäre, wenn er statt mit seiner Gitarre mit einem Akkordeon seinen Hüftschwung versucht hätte oder die Erkenntnis, dass Yoga nur dazu diene, das eigene Leben auszuhalten – es gab viele Themen des alltäglichen Lebens, welche von La Signora mit Spitzfindigkeiten versehen betrachtet wurden. Und doch war bei vielen Kalauern bei näherer Betrachtung ein Körnchen Wahrheit zu finden. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Künstlerin mit verdientem Applaus in den späten Feierabend.

Von Antje Ehlers

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