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„Krippenplatz-Garantie, sonst treibe ich ab!“

Hohenhameln „Krippenplatz-Garantie, sonst treibe ich ab!“

Unglaubliche Schlaglichter auf den Alltag in „Klein Lummerland“ Hohenhameln: Kinder, denen die Grundbegriffe des menschlichen Zusammenlebens fremd sind, Jungen und Mädchen, denen das Essensgeld fehlt, zu viele Krippenkinder auf zu wenig Betreuerinnen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kennt das noch anders.

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Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (rechts) stellte dem SPD-Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil die Sonnen- und Schattenseiten des Kindergartens „Klein Lummerland“ vor.

Quelle: cb

Hohenhameln. Als Junge ging er selbst in Hohenhameln in den Vorläufer des jetzigen Kindergartens am Pfannteich. Als Generalsekretär der SPD erinnerte sich Hubertus Heil zwar gestern noch an den Tag, an dem er einem Spielkameraden einen Schippe Sand ins Gesicht gehauen hatte und im Gegenzug einen Schlag mit einer Holzlatte kassierte, aber es sind die aktuellen Probleme, die den Peiner Bundestagsabgeordneten umtreiben.

„Es ist in Deutschland viel versäumt worden, was hier die Kinderbetreuung und -förderung angeht“, gab er zu, „das müssen wir aufholen und das kostet unglaublich viel Geld.“ Erst in der jüngsten Ratssitzung hatten die Hohenhamelner 20.000 Euro für eine dritte Kraft für die Krippe im Kindergarten Klein Lummerland bereitgestellt. „Ich sage, immerhin 20.000“, war Heils Kommentar. „Was Sie hier leisten ist nicht Betreuung, sondern Bildungspolitik.“ Und die müsse eben mit diesem Geld vorangetrieben werden – das häufig in Hannover hängenbleibe. „Wir müssen der Armut den Nachwuchs abschneiden“, sagte Heil, „Prävention kostet, Grundsicherung über mehrere Generationen hinweg kostet mehr.“

Dass sich die Gesellschaft drastisch verändert hat, schilderte Kindergartenleiterin Martina Orwat dem Politiker: „Ich hatte einen Anruf von einer werdenden Mutter, die sagte: Entweder Sie garantieren mir einen Krippenplatz oder ich treibe ab!“ Erzieherin und Musikpädagogin Urte Bothe fügte hinzu: „Was soll die Forderung nach Mehrsprachigkeit im Kindergarten, wenn nicht einmal alle Kinder Deutsch sprechen können? Viele haben nicht einmal das Geld für das gemeinsame Essen, kennen weder Danke noch Bitte.“ Gutes Personal sei zwingend notwendig.

Heil will aus dem Gehörten einen Forderungskatalog erstellen und dann in Berlin vorlegen.

de

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