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Hohenhameln Kreiseigene Großfahrzeuge haben sich bewährt
Kreis Peine Hohenhameln Kreiseigene Großfahrzeuge haben sich bewährt
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19:00 27.02.2019
Die Rauchentwicklung war enorm. Um ausreichend Atemschutzgeräte einsatzbereit zu haben, war ein spezieller Gerätewagen vor Ort, der vom Landkreis bereit gehalten wird. Quelle: Rudolf Karliczek
Stedum-Bekum

Nach dem Großbrand eines Wohnhauses samt Nebengebäude am Samstag in Stedum-Bekum steht natürlich das Schicksal der neunköpfigen Familie im Vordergrund, die bei dieser Tragödie ihren gesamten Besitz verlor. Über die Gemeinde Hohenhameln wurde ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN DE 34 2595 0130 0056 2912 16, Verwendungszweck Voß. Auf Wunsch stellt die Gemeinde Spendenquittungen aus.

Brandschutz teuer, aber wichtig

Dieser Einsatz war auch für erfahrene Feuerwehrleute ungewöhnlich und wird in Erinnerung bleiben. Die Gefahrenabwehr kostet die Kommunen und damit die Steuerzahler viel Geld. Doch wie wichtig teure Großfahrzeuge im Ernstfall sind, zeigt dieser Großbrand.

Die Hohenhamelner bekamen Unterstützung durch zwei Großfahrzeuge der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Peine. So wurden nach Auskunft durch den Pressesprecher des Landkreises Peine, Fabian Laaß, zwei so genannte Gerätewagen-Logistik (GWL) angefordert.

GWL-Atemschutz und GWL-Schlauch

Der GWL-Atemschutz dient dazu, in solchen Fällen den Bedarf an Atemschutzflaschen und -geräten zu decken. Er macht es auch möglich, die leeren Flaschen der Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren gleich wieder ordnungsgemäß zu befüllen.

„Wegen des enormen Löschwasserbedarfs wurde zudem der GWL-Schlauch eingesetzt, der über eine Schlauchkomponente verfügt. Mit diesem Fahrzeug können innerhalb kürzester Zeit während der Fahrt im Schritt-Tempo 2000 Meter so genannte B-Schläuche verlegt werden“, erklärt Laaß. Diese führen von der Löschwasserquelle wie Teich, Zisterne oder Hydrant zur jeweiligen Pumpe und sorgt durch leistungsstarke, mobile Pumpen für die Wasserentnahme beziehungsweise -versorgung. Diese können – abhängig von der jeweiligen Löschwasserquelle – im Normalfall 1000 bis 1500 Liter Wasser pro Minute befördern.

Gute Zusammenarbeit

Besonders hervorzuheben sei hierbei die reibungslose und fachkompetente Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Neubrück, die im Alarmfall zusammen mit einem hauptamtlichen Gerätewart der FTZ dieses kreiseigene Fahrzeug bedient.

„Das war in dieser Form der erste Echt-Einsatz, der aufgrund intensiver Übungen im Vorfeld auch dank des ausgeprägten Teamgeistes sehr gut funktioniert hat! Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen hätte der FTZ-Einsatz zur überörtlichen Unterstützung nicht so effektiv erfolgen können“, lobt der Pressesprecher.

Von Kerstin Wosnitza

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