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Hohenhameln Kraftwerks-Chef Bernhard Michels geht in den Ruhestand
Kreis Peine Hohenhameln Kraftwerks-Chef Bernhard Michels geht in den Ruhestand
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00:20 14.09.2018
Das Steinkohlekraftwerk Mehrum: Knapp 19 Jahre leitete Geschäftsführer Bernhard Michels die Geschicke des Betriebes. Quelle: dpa
Mehrum

In den knapp 19 Jahren, die Michels bis zum 31. Dezember des Jahres Geschäftsführer im Mehrumer Steinkohlekraftwerk – das zum EPH-Konzern gehört – gewesen ist, gab es viele Höhen und Tiefen. „Am Anfang ging es stetig bergauf. Wir haben das Kraftwerk stark modernisiert und uns rechtzeitig auf die sich wandelnde Energiebranche eingestellt“, ist Michels überzeugt, der auch dem Vorstand des Peiner Industrie- und Wirtschaftsvereins angehört.

Doch die politischen Vorgaben zur Energiewende, „haben uns das Leben in den letzten fünf Jahren schwer gemacht“, so der Berkumer. „Meiner Meinung nach gibt es keine differenzierten Strukturen für die noch benötigten Kraftwerke.“

Kraftwerk soll bis 2020 laufen, die Zukunft ist ungewiss

All das habe viele Sorgen mit sich gebracht, die es zu meistern galt. „Bis 2020 wird das Kraftwerk laufen, was danach kommt, weiß keiner. Eventuell steht ein Rückbau an“, so Michels. Für ihn sei nun der Zeitpunkt gekommen, um einen Schlussstrich unter seine Arbeit zu ziehen. „Es ist besser, wenn man vorher für einen ordentlichen Übergang sorgt“, so der 62-Jährige, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft.

Nach all den Jahren sei für ihn wichtig, dass die Mitarbeiter ihn als guten Chef in Erinnerung behalten. „Das wäre ein schönes Kompliment für mich. Und, dass die Eigentümer sagen, der hat seinen Job gut gemacht.“

Geht in den Ruhestand: Mehrems Kraftwerks-Chef Bernhard Michels. Quelle: Archiv

Die Arbeit habe ihm immer viel Spaß bereitet, auch wenn es kritische Situationen gab – der Brand im letzten Jahr, eine Revisionsverlängerung von acht Wochen wegen Rissbildung in einer Turbine, eine Turbinen-Anwärmungsleitung, die ihm nach gerade drei monatiger Tätigkeit im Kraftwerk um die Ohren flog.

Michels trägt große Verantwortung

Die Verantwortung sei Fluch und Segen gleichermaßen und „irgendwann ist man auch froh, wenn man sie los ist.“ Die Arbeit im Kraftwerk sei eine anspruchsvolle Tätigkeit unter strengen Sicherheitsanforderungen. Umso größer sei die Freude, all das mit einem kleinen Team gemeistert zu haben.

Was Michels im Ruhestand anstellen will, weiß er noch nicht. „Das muss sich entwickeln, ich habe keinen Plan“, sagt der zweifache Vater. Müßiggang haben wird er dennoch nicht.

Zum einen sind da seine vielen Hobbys: Golfen, Schwimmen, Fitness, Reisen mit seiner Frau, Schachspielen und Simulationsprogramme am Computer erstellen. Zum anderen juckt es ihn in den Fingern, irgendwo im Ausland noch einmal von vorne anzufangen. Vorerst will er jedoch in Berkum bleiben.

Sein Nachfolger Armin Fieber (56) ist ein früherer Kollege Michels aus dessen Preussenelektra-Zeit. Er kommt ehemals aus der Region Hannover und war zuletzt bei General-Electric in Mannheim tätig. Ab jetzt sitzt Fieber bereits im Kraftwerk Mehrum in der Geschäftsführung.

Das ist der Konzern EPH

Im Jahr 2017 haben die Stadtwerke Hannover (Enercity) ihre Geschäftsanteile mit 83,3 Prozent ) und BS-Energy mit 16,7 Prozent am Kraftwerk Mehrum an den tschechischen Konzern EPH (Energetický a prumyslový holding) verkauft.

EPH ist ein Energiekonzern, der in Tschechien, Slowakei, Deutschland, Italien, Großbritannien, Polen und Ungarn Anlagen besitzt und betreibt. Der Gewinn betrug in 2016 rund 1,5 Milliarden Euro.

Innerhalb des EPH-Konzerns mit Hauptsitz in Prag sind rund 25 000 Beschäftigte angestellt, davon mehr als 10 000 in Deutschland.

Insgesamt erzeugen die Unternehmen des EPH-Konzerns über 100 Terawattstunden an Strom, was EPH zum siebtgrößten Stromproduzenten in Europa macht. EPH baut jährlich rund 80 Millionen Tonnen Kohle ab, womit der Konzern der zweitgrößte Kohleproduzent in Europa ist.

Von Mirja Polreich

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