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Hohenhameln Kraftwerk und Schule sind jetzt Lernpartner
Kreis Peine Hohenhameln Kraftwerk und Schule sind jetzt Lernpartner
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06:00 31.05.2012
Hält stolz die Partnerschaftsvereinbarung in der Hand: Konrektor Hubert Schrader mit Vertretern von Verwaltung, Unternehmen und Schule. Quelle: sur
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Wie der Handel mit Strom funktioniert und wie die Ausbildung zum Industriemechaniker abläuft, erfahren die Schüler künftig aus erster Hand von den Experten im Kohlekraftwerk. Das Unternehmen sichert sich quasi nebenbei die Fachkräfte von morgen - und einen guten Ruf als Unternehmen, das sich sozial engagiert. Die Lernpartnerschaft sei daher eine „typische Win-Win-Situation“, sagte Landrat Franz Einhaus, der gestern die Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet hat - zusammen mit Kraftwerks-Chef Bernhard Michels und dem stellvertretenden Schulleiter Hubert Schrader.

Das Kraftwerk und die Realschule bilden jetzt die dritte Lernpartnerschaft im Landkreis Peine. Was derzeit noch als Pilotprojekt läuft, soll nach und nach auf alle weiterführenden Schulen im Kreis ausgeweitet werden.

„Dabei geht es nicht darum, dass man die Schüler mal ein Praktikum machen lässt, sondern um eine langfristige Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen“, erklärte Einhaus. Die Schüler sollen am praktischen Beispiel lernen, wie Wirtschaft funktioniert.

Bereits jetzt legt die Realschule Hohenhameln viel Wert auf Berufsorientierung. Im Wirtschafts-Unterricht werden regelmäßig Firmen besucht, auch das Kraftwerk. Woher der Strom kommt und welche Ausbildungsplätze angeboten werden, lernen die Schüler dort heute schon. Künftig sollen sie auch in anderen Fächern auf das Know-how der Mitarbeiter zurückgreifen können: Etwa im Chemie-Unterricht. Dort erfahren sie, wie aus den schwefelhaltigen Abgasen des Kraftwerks Gips hergestellt wird - und dass man Chemie tatsächlich auch im „echten Leben“ gebrauchen kann.

sur

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