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Hohenhameln Kraftwerk soll spätestens 2030 vom Netz gehen
Kreis Peine Hohenhameln Kraftwerk soll spätestens 2030 vom Netz gehen
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22:45 26.11.2015
Läuft noch auf Hochtouren: Das Kraftwerk Mehrum soll bis spätestens 2030 stillgelegt werden, dann ist das Kraftwerk für den weiteren Betrieb zu alt. Quelle: A

Bis 2022 soll das Kraftwerk in jedem Fall am Netz bleiben, geplant ist der Betrieb sogar bis 2025. Das sieht der Zehn-Jahres-Plan der Stadtwerke Hannover vor, der nun vom Aufsichtsrat abgesegnet wurde. „Einen genauen Zeitpunkt können wir aber noch nicht nennen“, sagt Bartels.

Nach Einschätzungen von Harald Noske, Technik-Vorstand der Stadtwerke Hannover, sei aber vor 2022 eine Stilllegung ausgeschlossen. Denn noch spiele das Kraftwerk in Mehrum eine zentrale Rolle für die Stromversorgung im südöstlichen Niedersachsen. So nutze der Höchstspannungsnetz-Betreiber Tennet regelmäßig die Kapazitäten des Kraftwerks, um das durch zunehmende erneuerbare Energiequellen starken Schwankungen ausgesetzten Stromnetz zu stabilisieren. „Wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, wer stellt dann den Strom bereit?“, gibt Kraftwerk-Geschäftsführer Bernhard Michels zu bedenken.

Michels betont, dass vorerst ein Plan über die Stilllegung bis 2025 bestätigt wurde. „Wir müssen sehen, was in fünf oder zehn Jahren ist“, sagt er. „Keiner weiß, was tatsächlich aus dem Energiewandel wird.“ So glaubt auch Noske, dass Mehrum ab 2022 möglicherweise noch einmal eine stärkere Rolle spielen könnte. Dann geht das Kernkraftwerk Grohnde vom Netz. „Das Kraftwerk Mehrum ist dann abgeschrieben und die Anlage könnte noch einmal Gewinne machen“, erklärt Bartels. Diese wolle man nutzen, um den 15 Millionen teuren Abbau des dann in die Jahre gekommenen Kraftwerkes zu finanzieren. Doch bevor das Kraftwerk in den Ruhestand geht, wird noch einmal kräftig investiert: Nächstes Jahr erhält die Turbine eine Großrevision für rund vier Millionen Euro. „Das ist wichtig für die Sicherheit und den Betriebsablauf“, so Bartels. Den sichern derzeit auch 130 Mitarbeiter im Kraftwerk. Deren Zukunft ist ungewiss. Bis zur Stilllegung werde die Mitarbeiterzahl durch Rente und Altersteilzeit auf rund 100 reduziert. Ohne eine Übernahmegarantie auszusprechen, sagt Noske, er könne sich aber „gut vorstellen, dass wir die, die dann wollen, auch im Unternehmen gebrauchen können.“

ju

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