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Hohenhameln Klavierduo faszinierte in Hummers Kultursalon
Kreis Peine Hohenhameln Klavierduo faszinierte in Hummers Kultursalon
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12:00 05.02.2019
Linda Leine (links) und Daria Marshinina gastieren in Soßmar. Quelle: privat
Soßmar

Zu einem Erlebnis der besonderen Art wurde das Konzert des Klavierduos Linda Leine und Daria Marshinina in Hummers Kultursalon. „Es gibt nicht sehr viele hochkarätige Klavierduos“, schwärmt Gerhard Hummer, Betreiber Kultursalons in Soßmar.

Viele Klavierduos sind Geschwister, Zwillinge oder Musiker gleicher Nationalität. „Linda Leine stammt jedoch aus Riga, Daria Marshinina aus Moskau“, berichtet Hummer. Die Pianistinnen lernten sich im Jahr 2011 in Hamburg an der Musikhochschule kennen. Als sie dort zum ersten Mal ein Stück für Klavier für vier Hände übten, stellten sie fest, dass sie die gleiche Auffassung von der Interpretation des Stückes hatten. „Sie wurden an den Tasten schnell unzertrennlich, da sie sich auch menschlich sehr schätzen“, sagt Hummer.

Begeisterung steigerte sich von Stück zu Stück

Von dieser Harmonie profitierte das Publikum in Hohenhameln, das dem Duo mit zunehmender Begeisterung lauschte. Leine und Marshinina spielten zunächst drei Lieder ohne Worte von Felix Mendelssohn-Bartholdy, dann von Johann Sebastian Bach Klavierbearbeitungen von Liedern aus drei Kantaten und als letztes einen Zyklus von drei Stücken von Fanny Hensel-Mendelssohn.

Besonders das Stück von Bach geriet zu einem Bravourstück pianistischer Interpretationskunst. „Hier zeigten die beiden Musikerinnen die ganze Palette ihres Könnens: unglaubliche Virtuosität gepaart mit tiefem musikalischen Verständnis“, sagt Hummer.

„Faszinierender Abend mit faszinierenden Musikerinnen“

Im zweiten Teil des Auftritts folgten Variationen über ein Thema des Grafen Waldstein von Ludwig van Beethoven, ein Andantino von Franz Schubert und dann der eigentliche Höhepunkt des ganzen Konzertes: Brahms‘ Variationen über ein Thema von Robert Schumann, welches er kurz vor seinem Tod geschrieben hatte. „Mit tiefem Einfühlungsvermögen interpretierten die beiden Pianistinnen das musikalische Geschehen und versetzten die Zuhörer in atemlose Spannung, die sich nur langsam löste“, beschreibt Hummer die Atmosphäre. Der lang anhaltende und laute Applaus veranlasste das Duo abschließend zu einer Zugabe, die zwar brillant gespielt, aber nicht so recht zu dem Ernst des vorangegangenen Stückes passte. „Insgesamt war es ein faszinierender Abend mit zwei faszinierenden Musikerinnen“, sagt Hummer abschließend.

Von Michaela Gebauer

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