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Hohenhameln Kirchenstiftung belohnt Wohltäter mit Patenschafts-Urkunden
Kreis Peine Hohenhameln Kirchenstiftung belohnt Wohltäter mit Patenschafts-Urkunden
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22:00 07.05.2013
Suchen Paten für den Erhalt ihrer Kirchengemeinde (von links): Ulrich Pohl und Uta Hilker von der Stiftung sowie Pastor Hans Schweda. Die Gönner erhalten zum Dank eine Urkunde. Quelle: sur

49 Unternehmer, Ärzte und Anwälte will die Kirchenstiftung in den nächsten Tagen anschreiben und um Spenden bitten. „Unser Ziel ist es, sie langfristig an die Stiftung zu binden“, erklärt Ulrich Pohl, der Vorsitzende des Förderkreises der Stiftung. Mindestens zwei Jahre lang sollen die Gönner in regelmäßigen Abständen Geld für den guten Zweck überweisen, als Gegenleistung bekommen sie eine Patenschafts-Urkunde. Das nütze dann auch den Unternehmern, ist Pohl überzeugt - schließlich können sie ihre Wohltätigkeit als Verkaufsargument nutzen. „Ich würde meine Entscheidung, wen ich aufsuche, durchaus davon abhängig machen, ob er die Stiftung unterstützt oder nicht“, sagt Pohl.

Dass die Hohenhamelner sehr großzügig sind, wenn es um ihre Kirchengemeinde geht, haben sie bereits bewiesen. Fast 165000 Euro hat die Stiftung inzwischen auf dem Konto - „dabei haben wir erst vor zweieinhalb Jahren angefangen, und zwar wirklich bei Null!“, sagt Pastor Hans Schweda.

Allerdings, betont Pohl, mache eine Stiftung nur dann Sinn, „wenn Geld reinkommt, wenn wir unser Kapital vermehren“. Für die Stiftungsziele (siehe Kasten) dürfen nämlich nur die Zinsen eingesetzt werden, im vergangenen Jahr waren das etwa 3500 Euro. Von den Spenden selbst darf die Stiftung keinen Cent ausgeben, nicht einmal für Papier oder Briefmarken. Diese Kosten übernimmt deshalb die Kirchengemeinde.

Dass die Stiftung ihr Patenschaftsprogramm gerade jetzt anschiebt, hat auch noch einen anderen Grund: „Im Sommer startet die Landeskirche ein neues Bonifizierungsprogramm“, sagt Pastor Hans Schweda. Das bedeutet: Die Landeskirche legt auf das Geld, das die Stiftung in den nächsten zwei Jahren einsammelt, noch einmal ein Drittel drauf. „Für drei Euro, die gespendet werden, bekommen wir einen Euro zusätzlich von der Landeskirche“, erklärt Schweda - noch ein Grund mehr, warum sich eine Spende lohnt.

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INFO

Damit die Kirche im Dorf bleibt

Der Kirche geht das Geld aus: Die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken, aber der Erhalt der Gotteshäuser und die Gehälter der Pastoren kosten Geld, ebenso wie Konzerte oder die Jugendarbeit. „In Zukunft wird immer weniger Geld bei den Gemeinden ankommen“, sagt Ulrich Pohl von der Stiftung. „Aber wir wollen, dass die Gemeindearbeit so bleibt wie bisher. Und das geht irgendwann nur noch, wenn wir eigene Mittel haben. Um es plakativ zu sagen: Wir wollen alles dafür tun, dass die Kirche im Dorf bleibt.“ Dafür spart die Stiftung schon jetzt. Von ihrem Vermögen – derzeit rund 165 000 Euro – werden jedes Jahr nur die Zinsen ausgegeben. Vergangenes Jahr beliefen sich die Erträge auf 3500 Euro. Wofür dieses Geld eingesetzt wird, darüber berät das Stiftungs-Kuratorium noch. Im vergangenen Jahr wurden von den ersten Erträgen unter anderem Klappstühle für den Friedhof und Instrumente für die Kirchenband gekauft. Zudem wurden bedürftige Familien unterstützt, damit sie sich für ihre Kinder eine Konfirmandenfeier leisten können. Weitere Infos zur Kirchenstiftung gibt es unter www.stiftung-hohenhameln.de im Internet.

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