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Kinderbetreuung: Gemeinde bleibt 2018 auf 1,6 Millionen sitzen

Hohenhameln Kinderbetreuung: Gemeinde bleibt 2018 auf 1,6 Millionen sitzen

100 000 Euro muss die Gemeinde Hohenhameln pro Jahr für den Betrieb jeder einzelnen Kita-Gruppe aufbringen. Bürgermeister Lutz Erwig kritisiert, dass Kosten für eine Landkreis-Aufgabe auf die Gemeinden abgewälzt werden.

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 Krippenkinder waschen sich nach dem Malen mit Wasserfarben: Die vorschulische Kinderbetreuung ist teuer.
 

Quelle: dpa

Hohenhameln.  „Wenn die explodierenden Kosten für die Kindertagesstätten nicht wären, stünde die Gemeinde Hohenhameln 2018 finanziell recht gut da“, sagte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) im Gespräch mit der PAZ über den Haushaltsplan für 2018.

Über das Zahlenwerk soll die Politik in der Ratssitzung am morgigen Donnerstag ab 18 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus abstimmen.

Erwig hadert mit der Situation bei den Kitas, weil die vorschulische Kinderbetreuung als Aufgabe des Landkreises auf die Kommunen übertragen wurde. „Da kann es nicht sein, dass wir auf einem Defizit in Höhe von 1,6 Millionen Euro sitzenbleiben. Das knebelt uns finanziell.“

Zwar steigt die Kinderzahl in Hohenhameln nicht, dennoch nehmen die Kosten für den Betrieb der Tagesstätten zu. „Das liegt an den längeren Öffnungszeiten und an der Nachfrage nach Krippenplätzen“, erklärt Erwig. Nahezu alle Drei- bis Sechjährigen besuchen einen Kindergarten, und mittlerweile wird rund die Hälfte der Unter-Dreijährigen in einer Einrichtung betreut – Tendenz steigend.

Die Folge ist, dass Betreuungsplätze knapp sind und die Gemeinde wegen des Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz reagieren muss. Geplant ist die Einrichtung von drei neuen Gruppen im Kernort, zwei im Krippen- und eine im Kindergartenbereich.

Zum möglichen Standort gibt es derzeit zwei Überlegungen, ausgegangen wird jeweils von einem Neubau: „Zum einen sind wir im Gespräch mit dem potenziellen Investor für das ehemalige Steinbach-Grundstück, der sich eine Kindertagesstätte auf dem Gelände gut vorstellen kann. Zum anderen wäre auch ein Gebäude auf einem noch zu erwerbenden gemeindeeigenen Grundstück denkbar“, erklärt der Bürgermeister. Gebaut werden soll 2018 noch nicht, doch es sind im Haushalt 300 000 Euro an Planungskosten vorgesehen.

„Allerdings kostet uns der Betrieb jeder Kita-Gruppe trotz Elternbeiträgen und Landeszuschüssen im Moment rund 100 000 Euro im Jahr. Unser Defizit wird sich zwangsläufig vergrößern, wenn wir weitere Betreuungsplätze schaffen, wenn die Voraussetzungen so bleiben, wie sie jetzt sind. Das ist ein strukturelles Problem, das wir aus eigener Kraft nicht lösen können“, macht Erwig deutlich. Nicht eingerechnet ist die von der Landesregierung angekündigte Abschaffung der Elternbeiträge.

Eine freiwillige Leistung der Gemeinde ist das Ganztagsangebot für Grundschüler, das Hohenhameln 2018 rund 130 000 Euro kosten wird.

Von Kerstin Wosnitza

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