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Hohenhameln „Keine Entwarnung in Sachen Luftqualität an der Marktstraße“
Kreis Peine Hohenhameln „Keine Entwarnung in Sachen Luftqualität an der Marktstraße“
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08:00 19.06.2018
Die Bürgerinitiative für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln warnt vor den Stickoxiden. Quelle: dpa
Hohenhameln

Die Ergebnisse der Messungen der Luftqualität von Oktober 2017 bis März 2018 an der Marktstraße (B 494) in Hohenhameln (PAZ berichtete) sind nach Ansicht der Bürgerinitiative für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln (BI) „keineswegs ein Anlass zu entwarnen, wie es Bürgermeister Lutz Erwig tat“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Der von der EU noch tolerierte Jahresgrenzwert für Stickoxide liegt zwar bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, doch eine umfangreiche wissenschaftliche Studie des Umweltbundesamtes, die im März vorgestellt wurde, zeigt, dass bereits eine längere Stickstoffdioxidkonzentration ab zehn Mikrogramm zu Erkrankungen und vorzeitigen Todesfällen führt“, schreiben die BI-Vorsitzenden Hartmut Braun und Marianne Kauers-Theunert.

Für 2014 ließen sich statistisch etwa 6000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die Stickstoffdioxid (NO2)-Hintergrundbelastung zurückführen, heißt es weiter. Aufgrund zahlreicher Untersuchungen gingen Wissenschaftler überdies davon aus, dass Schlaganfälle, die Lungenkrankheit COPD und Asthma sowie Diabetes von NO2 ausgelöst und verschlimmert würden. Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten leiden besonders.

Werte von über 27 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter Luft

„Während der Hochzeit der Rübenkampagne im November 2017 und der Kälteperiode im Februar 2018, die den Schadstoffausstoß aus Dieselmotoren anstiegen ließ, sind Werte von über 27 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter Luft gemessen worden“, schreiben Braun und Kauers-Theunert. Feinstäube und nächtlicher Verkehrslärm während der Rübenkampagne kämen hinzu und wirkten sich negativ aus. Da Schadstoffe durch die Luft verfrachtet werden und Verkehrslärm nachts besonders weit zu hören ist, seien nicht nur die Anwohner der Marktstraße betroffen.

Eine Verbesserung der gesundheitsschädlichen Situation in Hohenhameln, die vor allem durch die Zunahme des Schwerlastverkehrs tagsüber im Allgemeinen und während der Rübenkampagne rund um die Uhr gegeben ist, sei daher nach Meinung der BI dringend geboten und sollte von der Politik angestrebt werden. „Die Reduzierung der Geschwindigkeit, das Verbot von Rübentransporten in der Nacht und der Einsatz von Elektrofahrzeugen wären solche Maßnahmen“, schlägt die BI vor.

Von Kerstin Wosnitza

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