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„Kaum Platz zum Trauern“

Ohlum „Kaum Platz zum Trauern“

Extrem eng: Dicht an dicht sind die neun Urnengräber auf dem Friedhof in Ohlum angeordnet – so dicht, dass Angehörige kaum Platz finden, sich vor der Gedenkstätte ihrer Verstorbenen zum Trauern einzufinden. „Skandal“, sagt Rainer Lorenz aus Hohenhameln dazu. „Unglücklich“, räumt Fachbereichsleiter Rolf Bettels ein.

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Dicht an dicht sind die Urnengräber auf dem Friedhof in Ohlum angelegt: Die Gemeinde denkt über Umbettungen auf größere Flächen nach.

Quelle: privat

Hohenhameln-Ohlum . Extrem eng: Dicht an dicht sind die neun Urnengräber auf dem Friedhof in Ohlum angeordnet – so dicht, dass Angehörige kaum Platz finden, sich vor der Gedenkstätte ihrer Verstorbenen zum Trauern einzufinden. „Skandal“, sagt Rainer Lorenz aus Hohenhameln dazu. „Unglücklich“, räumt Fachbereichsleiter Rolf Bettels ein.

Lorenz spricht von einer „Wuselecke“ auf den gemeindeeigene Friedhof in Ohlum, auf dem die Urnengräber so knapp bemessen sind, dass kaum ein Trauernder davor Platz finden und es nur äußerst schwierig ist, die Pflege der Grabstellen vorzunehmen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen“, hat er der Friedhofsverwaltung in Hohenhameln geschrieben. „Was gedenken Sie zu tun, um diesen Missstand zu beseitigen?“

Lorenz ist persönlich betroffen, Angehörige von ihm sind hier beerdigt. „Auch bei einer nachträglichen Beisetzung, zum Beispiel in einem Doppelgrab, ist es überhaupt nicht möglich, vorm Grab den letzten Abschied zu nehmen.“ Dabei sei der Abstand zwischen den Gräbern für Erdbestattungen großzügig bemessen.

Hohenhamelns Fachbereichsleiter Rolf Bettels ist die ganze Sache sichtlich unangenehm: „Es stimmt, die Grabstellen für die Urnen sind zu eng angeordnet“, sagte er auf PAZ-Anfrage. „Dabei gibt es genügend Platz, um Abstände zwischen den eigentlichen Gräbern einzuhalten.“ Einen „Belegungsplan“ gebe es nicht, in der Vergangenheit sei „wahrscheinlich immer im guten Glauben, dass der zugestandene Platz ausreicht, gehandelt worden“. Durch wechselnde Zuständigkeiten in den vergangenen Jahren habe sich dieses Problem verselbstständigt, „wir machen keine regelmäßigen Ortsbegehungen auf den Friedhöfen.“

Bettels hält eine mögliche Umbettung der Urnen für denkbar: „Das ist nicht gerade einfach und ein heikles Thema. Auch die Angehörigen müssen zustimmen“, sagte er. Dann könnten die Urnen auf größer bemessenen Grabstellen beigesetzt werden. „Platz gibt es auf dem Ohlumer Friedhof genug“, sagte der Fachbereichsleiter.

Michael Schröder

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