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Im „Kleinen Laden“ gibt es Nützliches und Herzlichkeit

Einkaufsmöglichkeit für Flüchtlinge Im „Kleinen Laden“ gibt es Nützliches und Herzlichkeit

Etwas kühl ist es im „Kleinen Laden“ in Clauen, aber die Herzlichkeit von Mitarbeiterin Regina Niemann gibt viel Wärme. Sie sehen sich in Ruhe um, scherzen. Von Untersetzern bis zum Kinderwagen können sich Bedürftige hier alles kaufen. Größtenteils kommen Flüchtlinge, um sich nach und nach einzurichten.

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Diese Syrer haben bei Regina Niemann im „Kleinen Laden“ viel Spaß beim Einkaufen.

Quelle: gs

Clauen. Jedes Mal, wenn einer der vier beim Pressetermin anwesenden syrischen jungen Männer etwas findet, was er braucht, leuchten die Augen. Untereinander beratschlagen sie sich und fragen bei Niemann nach. Die wiederum freut sich, dass die Männer keine Scheu haben, deutsch zu sprechen und nachzufragen.

Der große Ansturm nach der Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr sei weg, erzählt Niemann. Trotzdem sei der Bedarf nach wie vor da. Damals haben immer mehrere Mitarbeiterinnen den Laden betreut. Häufig kamen ganze Familien, es wurde eng und die Verständigung war manchmal schwierig. Jetzt sei die Nachfrage konstant, aber die ehrenamtlich tätigen fünf Frauen öffnen nur noch einmal in der Woche. Inzwischen habe sich alles eingespielt - nach wie vor bekommt der Laden Spenden, die Mitarbeiterinnen wissen, was gebraucht wird, und die Verständigung klappt immer besser.

Vor Beginn des Winters wurden begeistert die gespendeten nagelneuen Strickschals und -mützen gekauft. Ansonsten sei Kleidung aber eher nicht so gefragt, berichtet Niemann. Am meisten werde inzwischen Geschirr verkauft. Auch Lampen, Sportschuhe und Spielzeug werden gezielt nachgefragt. Die Preise dafür sind niedrig, das Bezahlen sei für die Kunden aber wichtig. „So lernen die Käufer, sicher mit Geld umzugehen“, sagt Niemann.

Anschaulich haben die Mitarbeiterinnen im Kassenbereich die verschiedenen Geldwerte dargestellt und Preislisten ausgehängt. Sie freuen sich immer wieder, wenn die Kunden erst zaghaft, aber dann sicher und selbstbewusst ihre Einkäufe zusammenrechnen und bezahlen. Manche kommen regelmäßig jede Woche, einige haben Listen dabei, andere stöbern und erfreuen sich dann an ihren Fundstücken. Genauso unterschiedlich wie das Einkaufsverhalten ist offensichtlich auch das Temperament - wie in jedem anderen Laden eben auch.

Hier ist das Angebot nur etwas mehr durchmischt, miteinander sprechen sei ebenso wichtig wie das Kaufen. Die Idee, die zur Einrichtung des Ladens führte, sei also voll aufgegangen, freuen sich die Initiatoren. Dass es im Laden ein bisschen kalt ist, sei egal. „Das hält frisch“, lacht Niemann.

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