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Hohenhameln Igitt! Wiese wird zum Hundeklo
Kreis Peine Hohenhameln Igitt! Wiese wird zum Hundeklo
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23:07 29.03.2010
Hundehaufen in Mehrum: Anwohner ärgern sich über die "Tretminen", wie hier an einem Feldweg entlang eines Wohngebietes. Quelle: sur

Hohenhameln-Mehrum. „Wenn Kinder mit braunen, stinkenden Füßen vom Spielen zurückkommen, packt manche Eltern die blanke Wut“, sagt Jens Böker. Er wohnt in Mehrum am alten Gutsweg – und der Feldweg, der an seinem Grundstück vorbeiführt, ist bei Hundehaltern besonders beliebt. Alle paar Meter liegt dort ein Hundehaufen. Dabei würden Kinder aus dem Wohngebiet regelmäßig auf dem Grünstreifen neben dem Weg spielen, sagt Böker. Außerdem gingen dort oft Familien spazieren.

Laut Böker würden sich viele Bürger beim Ortsrat beschweren und ein „rigoroses Vorgehen gegen die Tretminen-Leger“ verlangen. „Wir werden immer wieder von Bürgern darauf angesprochen, aber was sollen wir machen?“, sagt der stellvertretende Ortsbürgermeister. Die Verantwortlichen seien schwer auszumachen – dabei riskiert ein Bußgeld, wer die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht sofort beseitigt.

Laut Rolf Bettels, Fachbereichsleiter Ordnung bei der Gemeinde Hohenhameln, beträgt die Strafe zwischen 20 und 100 Euro. Sie sei nach Einkommen gestaffelt, Wiederholungstäter zahlen mehr. Zuerst würden die Hundebesitzer höflich aufgefordert, die Haufen zu entfernen. „Wenn sich jemand beharrlich weigert, wird ein Bußgeld fällig“, sagt Bettels. „Manche Leute sind auch der Ansicht, sie müssen das nicht, sie zahlen ja Steuern.“ Um gegen die Tretminen-Sünder vorgehen zu können, ist die Gemeinde auf Hinweise von Bürgern angewiesen. „Ich bin jedem dankbar, der uns so etwas meldet“, sagt Bettels.

Ingelore Horn, die ebenfalls im Ortsrat Mehrum sitzt, will das in Zukunft tun. „Ich habe mir fest vorgenommen, die Leute erst anzusprechen und es dann der Gemeinde zu melden“, sagt sie. Sie ärgert sich vor allem über die „Tretminen“ in der schmalen Brötchengasse: „Wenn man dort langgeht und da liegen die dicken Haufen, ist das wirklich eklig“, sagt sie.

Susann Reichert

Schock für die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr in Hohenhameln: Reisebus in Flammen lautete die erste Meldung. Dass es sich um den Bus handelte, mit dem die Retter zuvor bei einer befreundeten Wehr in Thüringen gewesen waren, erfuhren die meisten erst am Einsatzort.

29.03.2010

„Im Radio würden Sie es ausschalten“, warnt Gerhard Hummer die etwa 80 Zuhörer beim Konzert des Musiker-Duos Alexander Osovitskiy (Cello) und Vladimir Gorup (Bajan/Akkordeon) im Kultursalon. Dabei hatten die beiden Musiker vorher Antonio Vivaldis „5. Sonate in e-Moll“ derart beseelt vorgetragen, dass ausgerechnet Musikenthusiast Hummer seine Emotionen schon nach dem ersten Satz nicht mehr zurückhalten konnte. Er unterbrach die Musiker mit styrmischem Applaus und verführte so auch das Publikum – wofür er sich verschmitzt lächelnd bei den Künstlern entschuldigte.

28.03.2010
Hohenhameln Hähnchenmast bei Mehrum - „Notfalls wandern wir aus“

Plan B lautet: Umzug. Weil bei Mehrum eine Hähnchenmastanlage gebaut werden soll, denken einige Bürger darüber nach, wegzuziehen. „Wenn es permanent stinkt, kann ich hier nicht wohnen bleiben“, sagt Christine Manthey aus Hämelerwald. Mehrere Mitglieder der dortigen Bürgerinitiative stimmen ihr zu. Sie fürchten, dass tonnenweise Hühnermist auf Felder in der Umgebung aufgebracht wird. Auch Feinstaub sei ein Problem.

12.04.2010