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Hohenhameln „I Cellisti Appassionati“ spielte groß auf
Kreis Peine Hohenhameln „I Cellisti Appassionati“ spielte groß auf
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22:27 24.07.2014
Das Ensemble „I Cellisti Appasionati“ spielte in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche groß auf. Quelle: privat
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„Sie haben heute bei den hochsommerlichen Temperaturen die richtige Entscheidung getroffen“, konstatierte Ensemble-Mitglied Gesine Lange in ihrer Begrüßung und meinte damit die willkommene Abkühlung durch den angenehm temperierten und zudem akustisch zuträglichen Raum der Kirche. Der Hohenhamelner Kulturverein hatte zum Streicherkonzert mit dem Instrumental-Ensemble „I Cellisti Appassionati“ aus Hildesheim geladen. Zugunsten der kircheneigenen St.-Laurentius-Stiftung hatten die leidenschaftlich musizierenden Cellisten sogar auf jegliche Gage verzichtet.

Unter der Leitung des Ensemble-Gründers, Matthias Wallmann, inszenierte die 13-köpfige Gruppe ein variables Programm, das von Helmut Lange, dem ehemaligen Musiklehrer und Vorstandsmitglied des Kulturvereins, versiert und pointiert moderiert wurde. Dabei geriet die Einführung in die Choral-Bearbeitung Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ gleichsam zu einem begeisternden „Offenen Singen“. Insgesamt ähnelte das Programm einem sommerlich-vielseitigen, musikalischen Blumenstrauß und der volle, warme Celloklang ertönte durch mehrere Jahrhunderte und Genres. Französische Tänze der Renaissance, des Barock und der Moderne skizzierten die Zeit des seriösen Instrumentalspiels, Walzer und Tango zeitgenössischer Komponisten, etwa von Kurt Weill und Walter Eben Miles, boten einen herrlichen Kontrast.

In einem weiteren Glanzmoment spielten die drei Profis des Laien-Ensembles - Elena Schrader, Tatjana Wassmann und Leiter Wallmann - in perfekter Form das „Tempo di Valse“ von W. E. Miles und von Edward Elgar das verführerische „Salut d´amour“. Zum wahren Höhepunkt avancierte aber der abschließende „Black Tango“, komponiert vom 21-jährigen Ensemble-Mitglied Marcus Sundermeyer, der an der Musikhochschule Hannover studiert und dessen großelterliche Wurzeln im benachbarten Soßmar liegen. Erst nach zwei weiteren Zugaben entließ das dankbar applaudierende Publikum dieses außergewöhnliche Cello-Ensemble.

js

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