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Hohenhamelner bringt den Himmel zum Brennen

Hohenhameln Hohenhamelner bringt den Himmel zum Brennen

„Knaller finde ich schrecklich“, sagt Josef Flume – aber leuchtende Raketen und Licht-Fontänen faszinieren ihn seit mehr als 40 Jahren. Tausende Euro investiert der Hohenhamelner jedes Jahr in Pyrotechnik – zur Freude seiner Nachbarn.

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Gibt jedes Jahr Tausende Euro für Pyrotechnik aus: Josef Flume aus Hohenhameln mit einem Teil seiner Feuerwerks-Vorräte, die von Silvester übrig geblieben sind.

Quelle: Fotos: sur, Angel Art Ltd./WECO Feuerwerk

Hohenhameln. Eine Dreiviertelstunde dauerte Flumes Silvester-Feuerwerk, vor seinem Grundstück am Allensteiner Weg hatten sich etliche Schaulustige versammelt. Im
Sekundentakt schossen die Raketen in den Himmel, die Flume vorher auf einer Art Abschuss-Rampe montiert hatte – und die er per Fernbedienung zündete.

Tage- und wochenlange Vorbereitung steckt in Flumes Feuerwerken. Zwar bastelt er die Raketen nicht mehr selbst wie früher, sondern kauft sie im Großhandel. Doch damit ist es nicht getan: Der gelernte Elektriker montiert die Feuerwerkskörper auf Holzbrettern aus dem Baumarkt und verkabelt sie so, dass mit einem Knopfdruck gleich etliche Fontänen oder Leucht-Vulkane nacheinander losgehen. Die Fernzündung hat er selbst entwickelt – aus Glühkerzen, wie sie etwa in Motoren für Modellflugzeuge verwendet werden.

Flumes Garage, in der der ehemalige Motorsportler früher am eigenen Rennwagen schraubte, wird Wochen vor Silvester zur Pyro-Werkstatt. „Da darf dann auch kein Auto mehr rein – es könnte ja ein Funke fliegen“, sagt er.
Seine Begeisterung fürs Feuerwerk hat Flume von seinem Großvater: „Der war auch so ein alter Feuerfritze“, sagt er. Inzwischen gibt der 62-Jährige sein Wissen selbst an den 14-jährigen Enkel weiter. Vergangenes Silvester haben die beiden noch bis sieben Uhr abends gelötet und geschraubt.

Ist endlich alles aufgebaut, packen die Nachbarn mit an. „Sechs bis sieben starke Leute braucht es schon, um alles auf den Hof zu schaffen“, sagt Flume. Doch wenn er sein Feuerwerk schließlich zündet, „brennt der Himmel.“ Am Boden ist ihm bisher noch nichts abgebrannt – zum Glück, sagt Flume. „Ich bin da lieber etwas zu vorsichtig. Das ganze Grundstück ist mit Feuermeldern abgesichert.“

Nächstes Silvester müssen Flumes Nachbarn allerdings auf das Riesen-Feuerwerk verzichten – der 62-Jährige will mit seiner Frau nach Madeira reisen. „Dort legen um Mitternacht die Kreuzfahrtschiffe am Hafen an, und jedes macht sein eigenes Feuerwerk“, sagt er. „Das soll ganz hervorragend sein.“

sur

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