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Hohenhameln Hoffnung für Insolventen Nussknacker-Hersteller
Kreis Peine Hohenhameln Hoffnung für Insolventen Nussknacker-Hersteller
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23:35 17.11.2015
Steinbach-Geschäftsführerin Karla Steinbach in der Versandabteilung. Quelle: im
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Geschäftsführerin Karla Steinbach wertet das Interesse an ihrem Unternehmen als gutes Signal. „Und wir haben Hoffnung, dass es weitergeht.“ Steinbach steckt laut der Geschäftsführerin allerdings nicht nur wegen der drohenden Insolvenz in einer „äußerst sensiblen Phase“. Im November und Dezember gehen regelmäßig die Aufträge fürs Folgejahr ein, die dem Hersteller von Advents- und Weihnachtsdekoration die Beschäftigung sichern.

Bis Ende dieses Monats sind die Löhne für die 120 Beschäftigten noch sicher. Die Agentur für Arbeit zahlt drei Monate lang Insolvenzgeld, das allerdings per Bankkredit vorfinanziert werden muss. Wie es dann weitergeht, steht noch nicht fest. Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Manuel Sack aus Hannover schließt nicht aus, dass es im Zuge eines möglichen Verkaufs zu Personalabbau kommen könnte. Das gut 200 Jahre alte Unternehmen hatte vor allem wegen knapp 30 Prozent gestiegener Kosten durch den Mindestlohn Insolvenz angemeldet.

Offen sei auch, ob ein Investor beide Standorte halten würde, erklärte Sack. Steinbach betreibt eine Dependance in Marienberg im Erzgebirge. Derzeit würden „intensive Gespräche mit den Interessenten geführt und unterschiedliche Konzepte gewälzt“. Bieterschluss ist am Montag, 23. November, Ende des Monats soll feststehen, wie es weitergeht. Dass das Interesse an Steinbach, einem der größten Nussknacker-Hersteller Deutschlands, groß ist, kann der Insolvenzverwalter bestätigen. Parallel zu den Gesprächen seien bereits neue Exportaufträge akquiriert worden.

Steinbach stellt in Handarbeit Holzspielzeug und Nussknacker-Figuren her - lange nur im Erzgebirge, nach dem Krieg ab 1946 in Hohenhameln. Zu den Kunden der aus Hartholz gefertigten Nussknacker zählen in einem hohen Umfang vor allem Sammler. 80 Prozent der bereits verkauften Jahresproduktion gehen in die USA. „Unsere Nachfrage war sehr gut“, sagt Geschäftsführerin Karla Steinbach, und hofft, dass es so weitergeht.

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