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Heinrich Buhmanns Waffe hat Flügel

Equord Heinrich Buhmanns Waffe hat Flügel

Wenn Heinrich Buhmann auf die Jagd geht, dann braucht er keine Flinte. Seine Begleiterin tötet die Beute mit bloßen Händen – Pardon, Krallen. Denn Buhmann ist Falkner.

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Jagen im Team: Heinrich Buhmann und sein Wüstenbussard Tanja. Der dicke Handschuh schützt den Falkner vor Krallen, die scharf genug sind, einen Kaninchenschädel zu durchbohren.

Quelle: sur

Equord. Jagen geht der Equorder mit einem Wüstenbussard namens Tanja – und nicht nur mit ihr. Auch zwei Frettchen und ein Jagdhund zählen zu den treuen Begleitern des Equorders. Auf der Beizjagd spürt der Hund die Beute auf, die Frettchen vertreiben die Kaninchen wenn nötig aus dem Bau, der Bussard tötet die Beute auf freiem Feld.

Hätte Buhmann eine Flinte, wäre die Jagd vielleicht erfolgreicher – aber auch langweiliger. „In der freien Natur würden sich diese Tiere aus dem Weg gehen und für sich allein jagen“, sagt er. „Sie so abzurichten, dass sie zusammenarbeiten – das ist das Reizvolle daran.“

Greifvögel haben den Equorder schon als Kind fasziniert. Mit zwölf kletterte er auf einen Baum und entführte einen jungen Mäusebussard aus dem Horst. Buhmanns Eltern waren überhaupt nicht begeistert – dennoch band er das Tier im Garten an und zog es zusammen mit Freunden auf. „Wir haben für ihn Mäuse auf dem Feld ausgegraben und ihn damit gefüttert“, erzählt der Rentner lachend. „Später haben wir ihn frei fliegen lassen, und wenn er Hunger hatte, kam er zurück.“ Manchmal bediente sich der Vogel auch selbst – im Hühnerstall in Nachbars Garten. „Der hat dort immer die Küken gefressen. Das gab vielleicht Ärger!“, sagt Buhmann.

Mehr als 60 Jahre liegt das jetzt zurück, Buhmann ist inzwischen 74. Greifvögel einfach aus dem Nest zu holen, ist heute undenkbar: Die Tiere stehen unter Schutz, für Jäger gelten strenge Auflagen, wie viele Tiere von welcher Art sie halten dürfen.

„Es heißt immer, Falkner rotten die Greifvögel aus – aber das stimmt nicht“, sagt Buhmann. Derzeit zieht er einen jungen Wanderfalken auf, der am Peiner Walzwerk aus dem Nest gefallen war. Sobald der Vogel gelernt hat, selbst auf die Jagd zu gehen, will ihn Buhmann wieder auswildern.

sur

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